Kapazitätsgrenze der Mülldeponie in Bacolod überschritten
EditDie sanitäre Mülldeponie in Bacolod arbeitet bereits über ihrer ursprünglich geplanten Kapazität. Durch verschiedene betriebliche Maßnahmen vor Ort konnte die Nutzungsdauer der Anlage jedoch um etwa fünf bis sechs Monate verlängert werden, wie Bürgermeister Greg Gasataya erklärte.
Nach ursprünglichen Schätzungen der Stadtplaner und des Umwelt- und Naturressourcenamtes von Bacolod (BENRO) sollte die Kapazität der Deponie bereits im Dezember erschöpft sein. Trotz der Kapazitätsüberschreitung steht die Erweiterung der Entsorgungsflächen vor bürokratischen Hürden.
Konkret geht es um die Deponie-Zelle Nummer 4 im Barangay Felisa. Die Bearbeitung der erforderlichen Umweltverträglichkeitsbescheinigung (Environmental Compliance Certificate, ECC) für diesen Abschnitt ist noch nicht abgeschlossen. Stadtadministrator Mark Steven Mayo erläuterte dazu, dass die Verwaltung seit dem Amtsantritt am 30. Juni des Vorjahres mit zwei wesentlichen Problemen konfrontiert war: Es fehlte zunächst eine offizielle Flächennutzungsänderung für das betreffende Gelände und infolgedessen lag auch keine ECC vor.
Während die Umwidmung des Landes unter der Anweisung des Bürgermeisters inzwischen erfolgreich gesichert werden konnte, verzögert sich die Erteilung der Umweltbescheinigung weiterhin. Um über den aktuellen Status von Zelle Nummer 4 aufzuklären, wird das Environmental Management Bureau der Region Negros Island (EMB-NIR) am 20. August eine öffentliche Anhörung abhalten. Diese findet in der Lobby des Regierungszentrums von Bacolod statt. Die Stadtverwaltung bereitet derzeit alle notwendigen Dokumentationen vor, um die Öffentlichkeit über die Fakten und Hintergründe zu informieren.
Die Verzögerungen bei der Genehmigung haben weitreichende Folgen für die Abfallentsorgung der Stadt. Den regulatorischen Richtlinien zufolge kann der Prozess für die geplante Deponie-Zelle Nummer 5 erst eingeleitet werden, sobald die Freigabe für Zelle Nummer 4 vorliegt. Solange die Bescheinigung für den aktuellen Abschnitt aussteht, bleibt die Nutzung des neuen Deponieabschnitts blockiert.




