Wirtschaft: Cebu

Stromnetz in Visayas aufgrund von Kraftwerksausfällen unter gelber Warnstufe

Das Stromnetz in der Region Visayas befindet sich am Mittwoch, den 5. August, zum dritten Mal in Folge unter einer gelben Warnstufe. Die National Grid Corporation of the Philippines (NGCP) gab für den Zeitraum von 15:00 bis 21:00 Uhr eine entsprechende Warnung aus, da die verfügbare Kapazität mit 2.431 MW nur knapp über der prognostizierten Spitzenlast von 2.373 MW liegt.

Aerial view of the stunning coastline and clear waters of Cebu Island in the Philippines
Symbolbild: Envato

Diese geringe Reserve reicht nicht aus, um die notwendige Sicherheitspufferung zu gewährleisten. Ein solcher Puffer ist erforderlich, um den plötzlichen Ausfall eines großen Kraftwerks oder einer Übertragungsleitung abzufangen. Die NGCP führt die aktuelle Lage auf eine hohe Anzahl von erzwungenen Ausfällen zurück. Insgesamt sind in der gesamten Region Visayas 27 Kraftwerke außer Betrieb, wobei einige dieser Ausfälle bereits seit 2021 bestehen.

Besonders kritisch ist die Situation bei den großen Kohlekraftwerken der Region. Unter anderem die Toledo Power Corporation und die Cebu Energy Development Corporation (CEDC) mussten kürzlich Notabschaltungen vornehmen. Insgesamt fehlen dem Netz 1.081,5 MW an Kapazität, was ausreicht, um die Versorgung von Hunderttausenden Haushalten zu gewährleisten. Zusätzlich arbeiten 13 weitere Anlagen nur mit reduzierter Leistung.

Die NGCP erläuterte die zeitliche Verteilung der Ausfälle: Im laufenden Monat fielen fünf Anlagen aus, davor waren es drei seit Juli, drei seit Juni und sieben seit Mai. Weitere Ausfälle stammen aus dem Zeitraum seit März 2026, aus den Jahren 2025, 2024 sowie 2023. Ein Kraftwerk ist seit 2021 nicht mehr in Betrieb.

Eine gelbe Warnstufe wird verhängt, wenn die Betriebsmarge nicht ausreicht, um die Anforderungen für unvorhergesehene Ereignisse zu decken. Das System verfügt somit über kaum oder gar keine Reserven bei einem technischen Defekt. Eine rote Warnstufe, die in der Regel automatische Lastabwürfe zur Stabilisierung des Netzes zur Folge hat, liegt aktuell noch nicht vor.