Philippinisches Energieministerium treibt massive Stromprojekte voran
EditDas philippinische Energieministerium (Department of Energy, DOE) arbeitet an der Umsetzung umfangreicher Energieprojekte, um die Stromversorgung des Landes zu stärken. Eine spezielle Task Force für 200 Energieprojekte treibt derzeit Kapazitäten von fast 10.000 MW für die Stromerzeugung sowie mehr als 1.700 MW an Energiespeichersystemen voran. Dabei handelt es sich um Kapazitäten, die sich in der Umsetzung befinden, und nicht um bereits in Betrieb befindliche Anlagen.
Diese Maßnahmen folgen den Prioritäten von Präsident Ferdinand R. Marcos Jr., die er in seiner jüngsten Ansprache an die Nation am 27. Juli dargelegt hat. Die Agenda des Präsidenten konzentriert sich auf erschwingliche Strompreise, eine höhere Energiesicherheit sowie den beschleunigten Ausbau heimischer und sauberer Energiequellen. Zudem soll die Beteiligung der Haushalte an der Energiewende gefördert werden.
Energieministerin Sharon S. Garin betonte, dass das Ziel darin bestehe, die Vision einer zuverlässigen und bezahlbaren Stromversorgung durch Reformen, Investitionen und die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor in die Realität umzusetzen. Die Strategie zur Energiesicherheit umfasst unter anderem die Diversifizierung der Brennstoffquellen, ein strategisches Management der Erdölversorgung, den Ausbau der Speicherkapazitäten sowie kontinuierliche Investitionen in kritische Infrastrukturen.
Neben dem Ausbau erneuerbarer Energien und heimischer Ressourcen setzt das Ministerium auf das natürliche Wasserstoffprogramm, die Verlängerung des Malampaya-Projekts und eine erneute Prüfung der Kernenergie. Auch die regionale Zusammenarbeit wird angestrebt, etwa durch das Petroleum Security Framework der ASEAN sowie das geplante ASEAN Power Grid, um die regionale Energievernetzung zu stärken.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Reform des Electric Power Industry Reform Act (EPIRA). Das DOE unterstützt die Forderung des Präsidenten, dieses Gesetz zu ändern, insbesondere im Hinblick auf die Systemverluste, die derzeit an die Verbraucher weitergegeben werden. Das Ministerium vertritt die Ansicht, dass Haushalte nicht für vermeidbare Verluste aufkommen sollten, die durch bessere Infrastruktur, moderne Messsysteme, Netzmodernisierungen und einen effektiveren Kampf gegen Stromdiebstahl reduziert werden könnten.



