Philippinisches Energieministerium plant Richtlinien für die Stromversorgung von Rechenzentren
EditDas philippinische Energieministerium (Department of Energy, DOE) arbeitet an einer neuen Richtlinie, um die Stromversorgung von Rechenzentren und Industriezentren zu regeln. Wie DOE-Sekretärin Sharon Garin am Dienstag in einer virtuellen Pressekonferenz mitteilte, sollen durch das geplante Rundschreiben klare Verfahren festgelegt werden, wie die Energieversorgung für solche Einrichtungen installiert und sichergestellt wird.
Die Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund der Kontroversen um den Pax Silica Industrial Hub in New Clark City, Tarlac. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Flaggschiff-Initiative des US-Außenministeriums zur Sicherheit von Lieferketten und Künstlicher Intelligenz (KI). Manila und Washington planen gemeinsam den Aufbau eines rund 1.600 Hektar (4.000 Acres) großen Industriegebiets innerhalb des Luzon Economic Corridor, das als Modell für KI-Investitionen dienen soll.
Garin betonte, dass das Ministerium in der Lage sei, Lasten von 50 Megawatt bis hin zu 5.000 Megawatt zu liefern. Dabei müsse jedoch sichergestellt werden, dass die Versorgung dieser Zentren die restliche Bevölkerung nicht benachteilige. Die neuen Regelungen sollen als Schutzmaßnahme dienen, um die Interessen der allgemeinen Stromverbraucher zu wahren.
Neben der Energieversorgung gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Ressourcen. Umweltschutzgruppen und progressive Organisationen warnen vor den sozialen und ökologischen Auswirkungen des Projekts. Insbesondere der enorme Wasserverbrauch für die Kühlung von Hochleistungsrechnern steht in der Kritik; im Ausland verbrauchen vergleichbare KI-Anlagen teilweise bis zu 18,9 Millionen Liter Wasser.
Hinsichtlich der wirtschaftlichen Planung erklärte DOE-Unterstaatssekretärin Rowena Guevarra, dass Stromerzeuger bereit seien, die Versorgung langfristig zu sichern, sofern die Mieter des Hubs eine entsprechende Beständigkeit garantieren. Da die Investitionskosten für Kraftwerke erst über einen Zeitraum von etwa 20 Jahren amortisiert werden können, sei eine langfristige Zusage der dort ansässigen Unternehmen entscheidend für die Sicherstellung der Energieversorgung.




