Sicherheit

Philippinischer Seefahrer bei Drohnenangriff im Schwarzen Meer getötet

Ein philippinischer Seefahrer aus der Provinz Antique ist bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Handelsschiff im Schwarzen Meer ums Leben gekommen. Jude Prado Pagunsan, ein erfahrener Matrose aus Barangay Ubos in Valderrama, starb am Abend des 17. Juli, als der von Antigua und Barbuda registrierte Massengutfrachter MV Venturo angegriffen wurde.

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Bild: PIA - Mindoro State U expands backyard farming program to help families improve food security

Der Angriff ereignete sich vor der Küste der ukrainischen Region Odessa, während das Schiff auf dem Weg von Varna in Bulgarien nach Sulina in Rumänien war. Die Explosion beschädigte die Aufbauten des Schiffes schwer und setzte die Brücke in Brand, wodurch das Antriebssystem ausfiel und das bis zu 57.000 Tonnen schwere Schiff manövrierunfähig wurde.

Die ukrainische Marine evakuierte am Tag des Angriffs 17 philippinische Besatzungsmitglieder. Ein weiterer philippinischer Seemann, der Elektriker des Schiffes, wurde in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli in einem treibenden Rettungsboot gefunden und von der ukrainischen Grenzschutzbehörde an Land gebracht.

Pagunsan war einer von zwei philippinischen Seeleuten, die bei der jüngsten Serie von Angriffen im Schwarzen Meer getötet wurden. Das philippinische Arbeitsministerium für Migranten (Department of Migrant Workers, DMW) teilte am 20. Juli mit, dass zwölf weitere philippinische Seeleute verletzt wurden und eine Person weiterhin vermisst wird.

Besonders tragisch ist der Umstand, dass Pagunsan nur einen Tag vor seinem Tod in den sozialen Medien über einen ähnlichen Angriff auf ein anderes Handelsschiff reagiert hatte. In einem Facebook-Post schrieb er am 16. Juli „Segelt in Frieden, meine Herren!“, nachdem Berichte über einen Drohnenangriff auf das unter togolaischer Flagge fahrende Schiff AIDA bekannt geworden waren, bei dem ebenfalls Besatzungsmitglieder ums Leben kamen.

Die Familie des Verstorbenen hat die philippinische Regierung um Unterstützung gebeten, um die Rückführung seiner sterblichen Überreste zu beschleunigen. Zudem forderten Angehörige die Reederei und die zuständigen Behörden auf, eine vollständige Aufklärung der Umstände seines Todes zu gewährleisten.

Das DMW und das International Bargaining Forum haben den nördlichen Teil des Schwarzen Meeres als Kriegsgebiet eingestuft. Diese Klassifizierung ermöglicht es Seeleuten, Einsätze in dieser Region ohne berufliche Konsequenzen abzulehnen. Seit der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 gilt die Schifffahrtsroute im Schwarzen Meer als Hochrisikogebiet, das den internationalen Handel massiv stört und zivile Seeleute gefährdet.

Quellen