Wirtschaft: Metro Manila

Philippinische Regierung prüft Anpassungen beim Pax-Silica-Technologiezentrum

Das geplante Pax-Silica-Technologiezentrum in New Clark City in der Provinz Tarlac umfasst eine Fläche von 1.600 Hektar und soll als Ökosystem für Halbleiter und Künstliche Intelligenz (KI) innerhalb des Luzon Economic Corridor fungieren. Pax Silica ist eine von den USA angeführte internationale Initiative, die im Dezember 2025 ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die Lieferketten für Halbleiter, KI und kritische Mineralien zu sichern und damit der technologischen Dominanz Chinas entgegenzuwirken.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

Die Ressourcenanforderungen des Komplexes sind erheblich: Schätzungen zufolge wird das Zentrum täglich etwa 130 Millionen Liter Wasser und 3 Gigawatt Strom benötigen. Der Strombedarf entspricht etwa 16 Prozent der aktuellen Kapazität des Stromnetzes von Luzon, was in etwa der Leistung von drei Kohlekraftwerken oder einer Kernkraftanlage gleichkommt. Der Wasserverbrauch ist vergleichbar mit dem Bedarf von 600.000 Haushalten. Diese Auswirkungen auf die Wasser- und Stromversorgung des Landes haben öffentliche Bedenken hervorgerufen.

Präsident Ferdinand Marcos Jr. hatte das Pax-Silica-Projekt während seiner fünften Lagebesprechung vor dem Parlament (State of the Nation Address) vorgestellt. Er betonte, dass der Industriekomplex hochwertige Arbeitsplätze schaffen und die digitale Wirtschaft der Philippinen stärken soll.

Die philippinische Regierung erwägt nun, bestimmte Bestimmungen des geplanten Pax-Silica-Technologiezentrums zu überarbeiten. Claire Castro, Unterstaatssekretärin im Büro des Präsidenten, erklärte in einem Briefing, dass die Regierung die von verschiedenen Sektoren geäußerten Bedenken in die laufenden Diskussionen einbeziehen werde. Es bestehe die Möglichkeit, Bestimmungen so anzupassen, dass die Vorteile für die Bevölkerung und die Partner optimiert werden. Castro wies die Vermutung zurück, dass solche Überprüfungen Investoren abschrecken könnten; vielmehr diene die Prüfung dazu, das Projekt zu verbessern. Castro rief betroffene Gruppen dazu auf, sich direkt mit den zuständigen Behörden in Verbindung zu setzen, um ihre Anliegen zu klären.