Sicherheit

Philippinische Polizei räumt Diskrepanz zwischen Kriminalstatistik und Sicherheitsgefühl ein

Die PNP hat eingeräumt, dass zwischen den offiziellen Kriminalitätsstatistiken und der subjektiven Wahrnehmung der Bevölkerung eine deutliche Kluft besteht. Wie Polizeisprecher Oberst Allen Rae Co am Montag, den 20. Juli 2026, in einer Pressekonferenz erklärte, erkenne die Behörde an, dass die Daten den aktuellen Zustand der Sicherheit nicht so widerspiegeln, wie ihn viele Filipinos in ihren Gemeinden erleben.

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Bild: PIA - Photo 1 (2)

Grund für dieses Misstrauen sind vor allem hochkarätige Kriminalfälle, die in den sozialen Medien kursieren und bei den Bürgern Angst und das Gefühl von Chaos auslösen. Co betonte, dass die Polizei die Ängste der Bevölkerung nicht abtue. Man arbeite daran, diese Diskrepanz zu überbrücken, damit die statistischen Daten wieder mit dem tatsächlichen Sicherheitsgefühl der Menschen übereinstimmen.

Die Äußerungen des Sprechers erfolgen vor dem Hintergrund aktueller Polizeiberichte. Laut der sogenannten „Safer Cities Initiative“ sank die Zahl der acht zentralen Fokusdelikte, darunter Mord, Raub, Diebstahl, Vergewaltigung und Fahrzeugdiebstahl, im Zeitraum vom 6. April bis zum 4. Juli um 20,6 Prozent. Die Fallzahlen sanken in diesem Zeitraum von 9.506 auf 7.883 Vorfälle. Dennoch äußerten Internetnutzer Skepsis, nachdem Videos von Gewaltverbrechen, wie etwa die mutmaßlichen Tötungen von Motorradfahrern in Cavite und Caloocan durch deren Beifahrer, viral gingen.

Oberst Co ordnete die Statistiken in den Kontext landesweiter Trends ein. Während in Metro Manila die Fokusdelikte lediglich um sieben Prozent zurückgingen, verzeichneten einige andere Regionen Rückgänge von über 50 Prozent, was den bundesweiten Rückgang maßgeblich beeinflusste. Er wies darauf hin, dass die Philippinen aus 18 Regionen und über tausend Städten und Gemeinden bestünden und die Situation nicht allein durch die Lage in der Hauptstadt Metro Manila beurteilt werden dürfe.

Die Kriminalitätsstatistik bleibe für die polizeiliche Planung und die Zuweisung von Personal und Ressourcen essenziell. Bezüglich der Angriffe auf Motorradfahrer bezeichnete Co die Vorfälle als „aufkommende Bedrohung“, die neue Maßnahmen erfordere. Die PNP koordiniere sich bereits mit Fahrdienstleistern und Regulierungsbehörden, um die Sicherheit für Fahrer und Passagiere durch verbesserte Protokolle zu erhöhen.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.