Philippinische Küstenwache betont rechtliche Grundlage für Ansprüche im Westphilippinischen Meer
Konteradmiral Jay Tristan Tarriela, Sprecher der philippinischen Küstenwache (PCG) für das Westphilippinische Meer und Sprecher der Nationalen Task Force für das Westphilippinische Meer, erklärte in einem Interview mit Bombo Radyo Cebu, dass ein tiefes Verständnis der rechtlichen Grundlagen für die Ansprüche des Landes im Westphilippinischen Meer entscheidend ist, um diese wirksam verteidigen zu können.
Die UNCLOS von 1982 sowie auf das Schiedsspruch-Urteil von 2016, welches die maritimen Ansprüche des Landes nach internationalem Recht bestätigte. Das Urteil des Schiedsgerichts, das unter Anhang VII des UNCLOS konstituiert wurde, markierte am 12. Juli 2016 einen entscheidenden Wendepunkt. Tarriela unterstrich, dass das öffentliche Bewusstsein für die Souveränitätsrechte des Landes unerlässlich sei.
Anlässlich des zehnten Jahrestages dieses Urteils veröffentlichten die Philippinen zusammen mit 13 weiteren Regierungen, darunter Australien, Kanada, Deutschland, Japan, die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich, eine gemeinsame Erklärung. Darin wurde der Schiedsspruch als endgültig, rechtlich bindend und unanfechtbar bezeichnet. Neben internationalen Abkommen sind die maritimen Ansprüche auch durch nationales Recht definiert.
Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. unterzeichnete im November 2024 die Gesetze Republic Act 12064 (Philippine Maritime Zones Act) und RA 12065 (Philippine Archipelagic Sea Lanes Act), welche die Grenzen der maritimen Zonen gemäß der Verfassung und dem UNCLOS festlegen. Die Zusammenarbeit zwischen der PCG und dem Büro für Fischerei und BFAR umfasst unter anderem das Programm „Kadiwa ng Bagong Bayaning Mangingisda“.
Im Rahmen dieses Programms stellen Schiffe der Behörden Treibstoff, Eis und Lebensmittelpakete bereit und eskortieren die Fischerboote. Zusätzliche Maßnahmen zur Kostensenkung und Unterstützung umfassen die Installation von Fischansammlungseinrichtungen, sogenannten Payao, sowie den direkten Transport der Fangwaren zum Markt. Das BFAR führt zudem eigenständige Programme für Küstengemeinden durch.
Das „F/B Pagbabago Program“ verteilt unter anderem glasfaserverstärkte Kunststoffboote und Ausrüstung, bietet Schulungen zur Bootsreparatur an und fördert die Algenzucht. Im Jahr 2024 erhielten mehr als 18.500 qualifizierte Fischer in zehn Provinzen, die zum Westphilippinischen Meer orientiert sind, jeweils eine Treibstoffsubvention in Höhe von 3.000 Pesos.
Die Bedeutung dieser Maßnahmen wird durch die Zahlen der Fischereiindustrie untermauert. Drusila Esther Bayate, stellvertretende Ministerin für Fischerei im Landwirtschaftsministerium, wies im Juli 2026 darauf hin, dass die Lebensgrundlagen von über 450.000 registrierten Fischern sowie die Ernährungssicherheit von Millionen von Filipinos von einem sicheren Zugang zu den Fischgründen abhängen.
Abschließend mahnte Tarriela zur Vorsicht gegenüber irreführenden Erzählungen, die das öffentliche Verständnis schwächen könnten. Er rief Behörden, Medien und Bürger dazu auf, sich auf verifizierte Informationen und international anerkannte Rechtsgrundsätze zu verlassen. Der rechtliche Standpunkt der Philippinen dürfe nicht aufgegeben werden, da man dies den Landsleuten schulde.
Quellen
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