Gesundheit: Landesweit

Philippinische Gruppen fordern Ende der US-Blockade gegen Kuba

Bei einem Solidaritätsforum an der University of the Philippines Diliman am 25. Juli wurde die Notwendigkeit betont, Kubas Souveränität und das Recht auf Selbstbestimmung zu wahren. Hintergrund ist die aktuelle Lage in der kubanischen Gesundheitsversorgung, die durch den jahrzehntelangen Embargo-Kurs der USA massiv beeinträchtigt wird. Philippinische Solidaritätsgruppen haben die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, die US-Sanktionen gegen Kuba zu beenden.

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Symbolbild: Envato

Die kubanische Botschafterin in Malaysia, die gleichzeitig als nicht-ständige Botschafterin auf den Philippinen fungiert, Yadira Ledesma Hernández, beschrieb die Situation als äußerst kritisch. Die Sanktionen würden den Zugang zu Treibstoff, Transportmitteln, Elektrizität und medizinischen Hilfsgütern drastisch einschränken. Dies zwinge kubanische Krankenhäuser dazu, außergewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen, um den Betrieb und die medizinische Grundversorgung aufrechtzuerhalten.

Hernández warf der US-Regierung unter Donald Trump vor, seit Januar des laufenden Jahres die Einfuhr von ölbasierter Energie nach Kuba blockiert zu haben, was die Energiekrise auf der Insel verschärft habe. Trotz dieser Widrigkeiten halte Kuba an Reformen und Sozialprogrammen fest. Hernández verwies auf 176 bereits genehmigte Reformen, die auf 23 Grundpfeilern basieren und wesentliche Bereiche des wirtschaftlichen und sozialen Lebens abdecken sollen.

Vertreter der Philippine-Cuba Friendship Association (AMISTAD) bezeichneten die Blockade als eine systematische Form von Gewalt, die darauf abziele, die Bevölkerung zur Unterwerfung zu zwingen. Dr. Robert Macapagal-Corpuz von AMISTAD hob hervor, dass Kuba im Gegensatz zu den Sanktionen „Leben exportiere“, indem es medizinische Brigaden in die ganze Welt, einschließlich Asien und den Globalen Süden, entsende. Auch der Anwalt Edwin de la Cruz von AMISTAD verknüpfte die Solidarität mit Kuba mit dem Streben der Philippinen nach nationaler Unabhängigkeit und einem Ende des US-Einflusses auf dem eigenen Staatsgebiet.

Die Veranstaltung fand im Auditorium der UP School of Economics statt und erinnerte an den Nationalen Tag der Rebellion in Kuba sowie das hundertjährige Jubiläum des verstorbenen Führers Fidel Castro. Die Veranstaltung wurde von AMISTAD, weiteren Solidaritätsorganisationen und dem UP Center for International Studies gemeinsam organisiert. Im Rahmen des Forums wurde eine Erklärung unterzeichnet, die die Aufhebung der US-Blockade fordert.