Philippinen vereinfachen Landzugang für Offshore-Windprojekte
EditUm die Entwicklung von Offshore-Windenergie auf den Philippinen voranzutreiben, haben das Energieministerium (Department of Energy, DOE) und die staatliche Ölgesellschaft Philippine National Oil Company (PNOC) Maßnahmen zur Vereinfachung des Landzugangs beschlossen. Am 27. August unterzeichneten beide Institutionen eine Vereinbarung (Memorandum of Agreement, MOA), um den Prozess für die Sicherung und Verwaltung von Landflächen zu koordinieren, die für die Anbindung von Offshore-Windprojekten (OSW) notwendig sind.
Diese Kooperation soll eine wesentliche infrastrukturelle Hürde beseitigen. Die Regelung betrifft Flächen, die für Hilfs- und Netzverbindungsanlagen benötigt werden, darunter Punkte für die Kabelanlandung, Umspannwerke an Land, Konverterstationen sowie Zufahrtsstraßen. Zudem umfasst die Vereinbarung Standorte für die Lagerung, die Wartung und den Betrieb sowie Leitungen für die Anbindung auf der Erzeugerseite.
Energieministerin Sharon Garin erklärte, dass die Entwicklung von Offshore-Windenergie nicht an der Küstenlinie ende. Die Vereinbarung biete den Entwicklern einen klareren und besser koordinierten Weg, um die für ihre Projekte erforderlichen Flächen an Land zu sichern.
Der neue Ablauf sieht vor, dass Projektentwickler technische, rechtliche, ökologische sowie kartografische Dokumente beim DOE einreichen. Das Ministerium validiert den bestehenden Servicevertrag für das Offshore-Windprojekt und prüft die Notwendigkeit der beantragten Flächen, bevor es die Anträge an die PNOC weiterleitet. Die PNOC muss die Bewertung nach Erhalt der Empfehlung des DOE innerhalb von 30 Arbeitstagen abschließen. Sobald die Unterlagen und die erforderlichen Mittel vorliegen, reicht die PNOC den Antrag beim Umweltministerium (Department of Environment and Natural Resources, DENR) ein, um die entsprechenden Landnutzungsrechte zu erhalten.
Nachdem das DENR die Landnutzungsrechte erteilt hat, ist die PNOC verpflichtet, die Entwickler innerhalb von fünf Kalendertagen zu benachrichtigen. Anschließend müssen innerhalb von 15 Kalendertagen die Arbeiten an einer projektspezifischen Nutzungsvereinbarung aufgenommen werden. Diese Regelung baut auf einer bereits bestehenden Vereinbarung zwischen dem DOE und dem DENR aus dem Jahr 2024 auf und folgt auf eine Klarstellung des Umweltministeriums vom April 2026 bezüglich der Nachweise für die Befugnis bei Onshore-Komponenten.
Die Maßnahmen bereiten den Boden für die erste nationale Auktion für Offshore-Windenergie, die Green Energy Auction (GEA-5). In dieser Auktion werden 3,3 GW Kapazität für fest installierte Offshore-Windanlagen angeboten, die zwischen 2028 und 2030 bereitgestellt werden sollen. Während das technische Potenzial für Offshore-Wind auf den Philippinen auf 178 GW geschätzt wird, sieht der nationale Energieplan 2023-2050 unter einem Szenario für saubere Energie ein Ziel von 19 GW Kapazität bis zum Jahr 2050 vor.



