Illegale Arbeitsvermittlung in Clark geschlossen
EditDas philippinische Ministerium für Arbeitsmigranten (Department of Migrant Workers, DMW) hat die Geschäftsräume der Agentur Peloton Workready OPC in der Clark Freeport Zone in Pampanga versiegelt. Grund für die Schließung ist der Verdacht auf illegale Personalvermittlung. Nach einer Untersuchung ordnete das DMW die sofortige Einstellung des Betriebs an, da das Unternehmen ohne entsprechende Genehmigung philippinische Arbeitskräfte für Stellen in Australien angeworben haben soll.
Die Ermittlungen wurden durch eine Beschwerde über die Geschäftspraktiken der Agentur ausgelöst. Über eine Facebook-Seite unter dem Namen „Peloton Workready OPC“ wurden verschiedene Stellenangebote in Australien beworben. Das Spektrum der angebotenen Tätigkeiten umfasste Fachkräfte aus dem Handwerk, darunter Bauarbeiter, Schweißer, Zimmerleute sowie Fabrikarbeiter. Je nach Position wurden monatliche Gehälter in Höhe von 150.000 bis 200.000 Pesos in Aussicht gestellt.
Bewerber konnten ihre Unterlagen online einreichen und durchliefen einen Prozess, der Dokumentenprüfungen, Vorstellungsgespräche und Kompetenztests beinhaltete. Die Gespräche wurden teilweise mit vermeintlichen australischen Arbeitgebern geführt. Im Zuge dessen mussten die Interessenten sensible Dokumente wie Reisepässe, Arbeitszeugnisse, behördliche Unbedenklichkeitsbescheinigungen und andere Qualifikationsnachweise vorlegen.
Obwohl Peloton Workready OPC damit warb, keine Vermittlungsgebühren zu erheben und behauptete, ausländische Arbeitgeber würden bestimmte Kosten für die Entsendung übernehmen, mussten die Bewerber laut DMW erhebliche Ausgaben selbst tragen. Dazu gehörten die Reisekosten, Gebühren für die Dokumentation, Kosten für die Vorstellungsgespräche sowie Gebühren für die fachlichen Kompetenzprüfungen.
Gegen die beteiligten Führungskräfte und Angestellten werden nun Verfahren wegen illegaler Personalvermittlung eingeleitet. Die Namen der Verantwortlichen werden zudem in die Liste der Personen und Unternehmen mit negativen Einträgen (List of Persons and Entities with Derogatory Records) aufgenommen. Das DMW plant darüber hinaus, die Stadtverwaltung von Angeles zur Annullierung der Geschäftsgenehmigung zu bewegen und die Handelsbehörde (Securities and Exchange Commission, SEC) zur Aberkennung der Unternehmensregistrierung anzuhalten.



