Philippinen streben Wiederaufnahme der Krabben-Exporte in die USA an
Der Export von blauen Schwimmkrabben in die Vereinigten Staaten soll noch vor Ende des Jahres wieder aufgenommen werden. Grund dafür ist eine Entscheidung der US-Behörden, die dem Land die Möglichkeit gegeben haben, den Marktzugang erneut zu beantragen. Landwirtschaftsminister Francisco Tiu Laurel Jr. erklärte dies am Freitag während eines Besuchs in Negros Occidental.
Die Gespräche über dieses Vorhaben fanden am vergangenen Mittwoch während eines Besuchs des US-Außenministers Marco Rubio im Malacañang-Palast statt. Die philippinische Regierung beabsichtigt, den entsprechenden Antrag spätestens im September einzureichen, mit dem Ziel, die Genehmigung noch vor dem Jahreswechsel zu erhalten.
Der vorübergehende Stopp der Exporte war eine Entscheidung der US-Behörden am 11. Juni. Die USA hatten die Einfuhr philippinischer Krabben ausgesetzt, da das Land die Anforderungen zum Schutz von Meeressäugern und zur Überwachung der Fischerei nicht ausreichend nachweisen konnte. Konkret fehlten angemessene Systeme zur Überwachung von Beifängen, Meldepflichten für Verletzungen oder Todesfälle von Meeressäugern sowie Maßnahmen, die den US-Vorschriften entsprechen.
Um diese Mängel zu beheben, hat die Regierung bereits eine behördenübergreifende Task Force zur Überwachung und zum Schutz von Delfinpopulationen eingerichtet. Minister Laurel zeigte sich zuversichtlich, dass diese Schritte die notwendige Grundlage für die Wiederaufnahme des Handels bilden.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Exportstopps sind erheblich, da rund 90 Prozent der philippinischen Exporte von blauen Schwimmkrabben in die USA gehen. In Gebieten wie E.B. Magalona, dem Zentrum der Krabbenindustrie, sind die Preise für Krabben von 250 Pesos auf 110 Pesos pro Kilo gefallen. Javier Miguel Benitez, Abgeordneter des dritten Distrikts von Negros Occidental, wies darauf hin, dass einige Verarbeitungsbetriebe den Betrieb einstellen mussten.
Zur langfristigen Sicherung der Industrie unterstützt Benitez die geplante Verordnung zur Nachhaltigkeit und Verwaltung der blauen Schwimmkrabben in Negros Occidental für das Jahr 2026. Diese soll die von den USA geforderten Melde- und Überwachungsmechanismen sowie ein Dokumentationssystem vom Boot bis zum Markt etablieren. Zudem sollen Mindestgrößen für Krabben festgelegt, Schonzeiten koordiniert und die Fischer beim Übergang zu konformen Fanggeräten unterstützt werden.
Quellen
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