Philippinen setzen auf Diplomatie im Westphilippinischen Meer
Die philippinische Regierung hält an ihrer Strategie fest, maritime Streitigkeiten im Westphilippinischen Meer primär durch Diplomatie und unter strikter Einhaltung des Völkerrechts zu lösen. PCG für das Westphilippinische Meer, Konteradmiral Jay Tarriela, in einem Interview mit Bombo Radyo Baguio am 21. Juli 2026.
Tarriela erklärte, dass die Regierung unter Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. die Diplomatie als wichtigstes Mittel ansieht, um Differenzen mit anderen Ländern, wie etwa China, beizulegen. Er lobte in diesem Zusammenhang die Professionalität und AFP. Trotz eines jüngsten gewaltsamen Vorfalls durch Angehörige der chinesischen Küstenwache gegen einen Matrosen der philippinischen Marine nahe der BRP Sierra Madre am Ayungin-Riff hätten die Soldaten Selbstbeherrschung bewahrt. Durch den Verzicht auf Vergeltung habe man eine weitere Eskalation der Spannungen verhindert, so Tarriela.
Nach der körperlichen Verletzung eines Soldaten der AFP hat die Küstenwache bereits die Schiffe BRP Melchora Aquino und BRP Malapascua eingesetzt, um eine medizinische Evakuierung des Verletzten durchzuführen. Das Verteidigungsministerium und die Streitkräfte haben die aggressiven Handlungen und den Angriff der chinesischen Küstenwache bereits offiziell verurteilt.
Die philippinischen Streitkräfte forderten die Volksbefreiungsarmee sowie die chinesische Küstenwache und deren maritime Miliz auf, ihre illegalen, erpresserischen und aggressiven sowie täuschenden Handlungen im Westphilippinischen Meer einzustellen. Sie forderten zudem die Einhaltung des Schiedsspruchs von 2016, der die rechtmäßigen maritimen Ansprüche der Philippinen nach internationalem Recht bestätigt.
Trotz der Herausforderungen und der schwierigen Bedingungen sei die Moral der Truppen im Westphilippinischen Meer laut Tarriela weiterhin hoch. Dies sei darauf zurückzuführen, dass die Soldaten die Wertschätzung der Bevölkerung für ihre Opfer spürten. Das Personal der Küstenwache und der Streitkräfte wisse, dass ihr Einsatz nicht nur für ihre Familien, sondern für die kommenden Generationen der Filipinos von Bedeutung sei.