Philippinen schließen erfolgreiche ASEAN-Ministertreffen in Manila ab
Die Philippinen haben am Donnerstag die viertägige 59. Versammlung der Außenminister der ASEAN (AMM) sowie damit verbundene Treffen erfolgreich abgeschlossen. Unter dem Vorsitz der philippinischen Außenministerin Ma. Theresa Lazaro standen regionale Friedenssicherung, Sicherheit, wirtschaftliche Zusammenarbeit und der Aufbau der ASEAN-Gemeinschaft im Mittelpunkt der Gespräche, die im Rahmen des ASEAN-Vorsitzes der Philippinen für das Jahr 2026 stattfanden.
In einer Pressekonferenz im International Media Center in Parañaque City erklärte Außenministerin Lazaro, dass Manila in den vergangenen vier Tagen zum Zentrum der ASEAN-Diplomatie geworden sei. Die hochrangigen Treffen brachten die elf ASEAN-Mitgliedstaaten sowie externe Partner zusammen, um zentrale regionale und globale Themen zu erörtern. Laut Lazaro habe die Vielzahl der diplomatischen Kontakte, darunter etwa 120 bilaterale Treffen unter den Außenministern, die Bedeutung der Philippinen als Vermittler unterstrichen.
Ein wesentliches Ergebnis der 59. AMM war die Verabschiedung eines gemeinsamen Kommuniqués, das die gemeinsamen Positionen und Prioritäten der ASEAN zu regionalen Fragen widerspiegelt. Zudem wurden Richtlinien für das Engagement der ASEAN mit hochvertraglichen Parteien des Vertrags über Freundschaft und Zusammenarbeit in Südostasien (TAC) verabschiedet. Dies ist eine Priorität des philippinischen Vorsitzes und schafft einen Rahmen für eine tiefere Zusammenarbeit mit Parteien, die noch keine formale Partnerschaft mit dem Block unterhalten.
Die Außenminister äußerten sich zudem zur Lage im Nahen Osten und riefen alle Beteiligten zur äußersten Selbstbeschränkung auf, um eine weitere Eskalation der Spannungen zu vermeiden. Im Bereich der Partnerschaften wurde die Türkei als zwölfter Dialogpartner der ASEAN begrüßt, während Deutschland und Katar den Status als sektoraler Dialogpartner erhielten. In Bezug auf Myanmar bekräftigten die Minister, dass der Fünf-Punkte-Konsens der primäre Rahmen zur Bewältigung der Krise bleibt. In diesem Zusammenhang wurden Möglichkeiten erörtert, den Fortschritt bei der Umsetzung zu bewerten, unter anderem durch die mögliche Entsendung eines mehrjährigen Sonderbeauftragten.
PMC mit den elf Dialogpartnern prüften die Minister die Fortschritte ihrer umfassenden strategischen Partnerschaften. Die Gespräche deckten Bereiche wie maritime Sicherheit, Konnektivität, Handel, Investitionen, digitale Transformation, Cybersicherheit, Energie- und Ernährungssicherheit sowie Klimaschutz und Katastrophenmanagement ab. Zudem fanden trilaterale Treffen mit der Türkei, Norwegen, der Schweiz und Brasilien statt, was das wachsende Interesse dieser Partner an einer erweiterten Zusammenarbeit zeigt.
Die Treffen umfassten auch die ASEAN-Plus-Drei-Ministerkonferenz, bei der ASEAN, China, Japan und die Republik Korea die regionale Widerstandsfähigkeit sowie die Sicherheit von Lieferketten und Energie stärken wollten. Im Rahmen des 33. ASEAN Regional Forum (ARF) wurde zudem der Manila-Aktionsplan (2026-2036) verabschiedet, der die Arbeit des Forums für das nächste Jahrzehnt leiten wird. Das ARF begrüßte zudem das Vereinigte Königreich als 28. Teilnehmer.
Die Veranstaltungsreihe endete mit dem Treffen der Außenminister des 16. Ostasien-Gipfels, bei dem die Notwendigkeit einer verstärkten praktischen Zusammenarbeit angesichts geopolitischer Spannungen und neuer Technologien betont wurde. Dies dient als Vorbereitung auf den 21. Ostasien-Gipfel, den die Philippinen im November in Manila ausrichten werden.
Der Abschluss der ministeriellen Treffen wird am Freitag durch die Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Vertrags über Freundschaft und Zusammenarbeit in Südostasien markiert. Es wird erwartet, dass Schweden, Polen, Rumänien und Litauien dem Vertrag als neue hochvertragliche Parteien beitreten. Zudem findet die erste hochrangige Konferenz der hochvertraglichen Parteien statt, um Themen wie Konfliktprävention, maritime Sicherheit und regionale Herausforderungen zu diskutieren. Außenministerin Lazaro lobte das nationale Organisationskomitee für die erfolgreiche Durchführung und verwies auf bedeutende bilaterale Gespräche, unter anderem zwischen US-Außenminister Marco Rubio, dem chinesischen Außenminister Wang Yi und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow.
Quellen
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