Politik

Philippinen protestieren gegen China wegen rassistischer Darstellungen

Das DFA hat gegen China diplomatischen Protest eingelegt. Grund dafür sind rassistische Darstellungen von Filipinos in KI-generierten Videos und redaktionellen Karikaturen, die in der staatlichen Zeitung China Daily veröffentlicht wurden.

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Bild: PIA - dfa logo

Der Protest bezieht sich auf eine Reihe von Meinungsvideos und Karikaturen. Darunter befindet sich ein KI-generiertes Video, das am 10. Juli auf der Facebook-Seite von China Daily im Zusammenhang mit dem zehnten Jahrestag des Schiedsspruchs von 2016 zum Südchinesischen Meer gepostet wurde. Das DFA erklärte am Wochenende, dass die veröffentlichten Materialien über einen legitimen politischen Diskurs hinausgingen und demütigende, entmenschlichende sowie rassistische Darstellungen der philippinischen Bevölkerung nutzten.

Untersekretär im Außenministerium, Leo Herrera-Lim, forderte die sofortige Entfernung der Inhalte. Er betonte, dass diese Darstellungen nicht dem gegenseitigen Respekt entsprächen, der zwischen Staaten erwartet werde, und die Bemühungen um stabile Beziehungen zwischen den Philippinen und China untergraben könnten. Zwar lehne die Philippinen falsche Narrative zum Schiedsspruch von 2016 und zur Position des Landes im Südchinesischen Meer ab, doch rechtfertigten politische und rechtliche Differenzen keine rassistischen Porträts.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

Die diplomatischen Schritte wurden bereits eingeleitet: Zunächst wurden die Bedenken am 16. Juli in einem Treffen mit dem chinesischen Botschafter Jing Quan geäußert. Zudem schickte die philippinische Botschaft in Peking einen formellen Brief an den Chefredakteur von China Daily, um die Entfernung der Materialien erneut zu fordern. Das DFA stellte klar, dass man zwar weiterhin an der Lösung von Differenzen durch Dialog und Diplomatie festhalte, aber nicht zögern werde, diskriminierende und beleidigende Rhetorik anzuprangern, wo immer sie auftrete.

Hintergrund des Konflikts bleibt die Uneinigkeit über das Schiedsgerichtsurteil von 2016. Während China das Urteil weiterhin ablehnt, beharrt die Philippinen darauf, dass die Entscheidung nach internationalem Recht endgültig und rechtlich bindend ist.

Quellen