Philippinen positionieren sich als Tor für lateinamerikanische Unternehmen nach Südostasien
EditDie Philippinen streben danach, eine zentrale Brücke zwischen Lateinamerika und Südostasien zu werden. Während einer Reise nach Brasilien und Chile im Zeitraum vom 10. bis 13. August präsentierte die philippinische Außenministerin Maria Theresa Lazaro die Vision des Landes als strategisches Tor für Firmen aus Lateinamerika, die in den 4 Billionen US-Dollar schweren ASEAN-Markt expandieren möchten.
Als Grundlage für diese wirtschaftliche Zusammenarbeit verwies Lazaro auf die gemeinsamen kulturellen und historischen Wurzeln, darunter die spanische Kolonialgeschichte und den katholischen Glauben. Sie betonte, dass diese menschlichen Verbindungen die Basis für florierende Handelsbeziehungen bilden. Um die Kosten zu senken und Lieferketten gegen globale Erschütterungen abzusichern, schlug die Ministerin zudem den Ausbau logistischer Verbindungen vor. Dabei hob sie die regionale Präsenz des philippinischen Hafenbetreibers International Container Terminal Services hervor, um direkte transpazifische Schifffahrtsrouten zu ermöglichen.
Dieses Bestreben erfolgt in einer Zeit, in der die ASEAN-Staaten und der südamerikanische Handelsblock Mercosur, bestehend aus Brasilien, Argentinien, Bolivien, Paraguay und Uruguay, verstärkt nach neuen Partnern suchen. Hintergrund sind geopolitische Unsicherheiten, Energieunsicherheit sowie US-Zölle, die beide Regionen dazu bewegen, über ihre traditionellen Handelspartner hinaus neue Wege zu finden.




