Philippinen planen verstärkten Einsatz von Drohnen zur Verteidigung
EditDie philippinische Regierung plant, ihre Verteidigungsstrategie durch den verstärkten Einsatz von Drohnen zu stärken. Angesichts der deutlich größeren militärischen Präsenz Chinas auf See sollen unbemannte Luftfahrzeuge als sogenannte Kraftmultiplikatoren dienen. Laut Analysten sollen die Drohnen nicht als Ersatz für Kriegsschiffe oder Flugzeuge fungieren, sondern als kostengünstige Methode, um die eigenen Streitkräfte schwerer auffindbar, unterdrückbar und wendiger zu machen.
Verteidigungsminister Gilberto Teodoro Jnr erläuterte am Dienstag im Rahmen einer Anhörung des Haushaltsausschusses des Repräsentantenhauses die Pläne. Die Initiative zur Modernisierung des Militärs soll durch eine geplante Zuweisung von 50 Milliarden Pesos (etwa 810 Millionen US-Dollar) für das Jahr 2027 finanziert werden. Dies entspräche einer Steigerung des Budgets um 25 Prozent gegenüber dem laufenden Jahr. Die Regierung unter Präsident Ferdinand Marcos Jnr konzentriert sich im Rahmen ihrer externen Verteidigungsstrategie bereits auf den Ausbau der Drohnenflotte.
Teodoro betonte, dass die Integration der Fähigkeiten sowie die Etablierung korrekter Arbeitsabläufe entscheidend seien. Das Land verfüge bereits über eine Flotte unbemannter Luftfahrzeuge, die für Aufklärung, Überwachung und Informationsbeschaffung eingesetzt werden. Mit zunehmender Erfahrung sollen weitere Systeme erworben werden. Die größte Herausforderung liege jedoch nicht allein im Erwerb der Drohnen, sondern in der Sicherheit und der Echtzeit-Konnektivität der Netzwerke. Manila stehe diesbezüglich in engem Kontakt mit mehreren Ländern, die über Expertise im Drohnenbereich verfügen.





