Budgetentwurf 2027: Fokus auf nationale Statistik und Ausweitung der Nationalen ID
EditDie Regierung unter Präsident Ferdinand Marcos Jr. plant für das Jahr 2027 ein Budget von insgesamt 17,27 Milliarden Pesos für das Ministerium für Wirtschaft, Planung und Entwicklung (DEPDev) und dessen nachgeordnete Behörden. Dieser Entwurf stellt eine Steigerung von fast 25 Prozent gegenüber dem Budget für 2026 dar. Von der Gesamtsumme entfallen 16,92 Milliarden Pesos auf neue Haushaltsmittel, die vom Kongress genehmigt werden müssen, während 346,41 Millionen Pesos aus automatischen Zuweisungen, wie etwa für Renten- und Lebensversicherungsprämien sowie Sonderkonten, stammen.
Der Großteil des Budgetzuwachses ist für die philippinische Statistikbehörde (Philippine Statistics Authority, PSA) vorgesehen. Deren beantragte Mittel steigen von 8,91 Milliarden Pesos im Jahr 2026 auf 13,03 Milliarden Pesos im Jahr 2027, was einem Zuwachs von 46,3 Prozent entspricht. Ein wesentlicher Treiber für diesen Anstieg sind spezifische Projekte statt der laufenden Betriebskosten. So sollen die Mittel für lokal finanzierte Projekte von 4,38 Milliarden Pesos in diesem Jahr auf 8,46 Milliarden Pesos im Jahr 2027 nahezu verdoppelt werden, während die Ausgaben für reguläre Programme und den Betrieb nur geringfügig von 4,53 Milliarden auf 4,58 Milliarden Pesos steigen.
Ein zentraler Posten ist die Bereitstellung von 5,06 Milliarden Pesos für das Community-Based Monitoring System (CBMS). Dabei handelt es sich um eine landesweite Erhebung auf Haushaltsebene, die gemäß dem CBMS-Gesetz alle drei Jahre durchgeführt wird. Die Daten dienen der nationalen und lokalen Regierung zur Armutsanalyse, zur Identifizierung von Begünstigten für Sozialprogramme sowie zur Ressourcenverteilung und zur Gestaltung von Entwicklungsmaßnahmen. Die PSA bereitet derzeit die koordinierte Durchführung für Mai 2027 vor, wobei die Behörde bereits mit den LGUs koordiniert. Von den 5,06 Milliarden Pesos entfallen 4,94 Milliarden Pesos auf Betriebsausgaben wie die Schulung und das temporäre Personal für die Datenerhebung, während 121,77 Millionen Pesos für Investitionsausgaben vorgesehen sind.
Im Rahmen des nationalen Statistikentwicklungsprogramms plant die PSA für 2027 insgesamt 34 Umfragen und Volkszählungen, was eine Steigerung gegenüber den 29 geplanten für dieses Jahr bedeutet. Zudem soll die Quote der Umfragen, die innerhalb der vorgeschriebenen Fristen abgeschlossen werden, von 80 auf 90 Prozent angehoben werden. Weitere statistische Aktivitäten umfassen 266,88 Millionen Pesos für die Erhebung zu Familieneinkommen und -ausgaben (FIES) sowie 277,74 Millionen Pesos für die Verbesserung statistischer Rahmenbedingungen durch die Integration geospatialer Informationen.
Zusätzlich zur statistischen Erhebung sieht der Plan 2,37 Milliarden Pesos für das philippinische Identitätssystem (PhilSys) als lokal finanziertes Projekt vor. Ziel ist es, die nationale ID weiter auszubauen. Die PSA plant, 15 Millionen neue physische ID-Karten auszugeben, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem diesjährigen Ziel von 9,32 Millionen darstellt. Dabei sollen 500 feste sowie auf kommunaler Ebene ansässige PhilSys-Zentren betrieben werden. Laut Angaben der Behörde verfügten bis Ende Juni bereits über 92,8 Millionen Filipinos über eine verifizierbare nationale ID-Nummer, wovon 91,8 Millionen die digitale Version über die eGov-App nutzen konnten.
Während die PSA massiv aufgestockt wird, sieht der Haushaltsentwurf für andere Stellen deutliche Kürzungen vor. Das Zentrum für öffentlich-private Partnerschaften (PPP Center) soll seine Mittel von 1,18 Milliarden Pesos auf 586,38 Millionen Pesos halbieren, was einem Rückgang von 50,4 Prozent entspricht. Auch die Kommission für Bevölkerung und Entwicklung (Commission on Population and Development) sieht eine Reduzierung um 15,7 Prozent auf 603,10 Millionen Pesos vor. Die Tariff Commission soll um 11,7 Prozent auf 118,20 Millionen Pesos sinken, und die philippinische Agentur für die Koordinierung des nationalen Freiwilligendienstes (PNVSCA) soll um 6,6 Prozent auf 38,29 Millionen Pesos reduziert werden. Im Gegensatz dazu soll das Institut für statistische Forschung und Ausbildung (Philippine Statistical Research and Training Institute) ein leichtes Plus von 1,1 Prozent auf 163,45 Millionen Pesos verzeichnen. Das Büro des Sekretärs des DEPDev soll zudem um 3,2 Prozent auf 2,72 Milliarden Pesos sinken.




