Wirtschaft: Landesweit

Philippinen planen Verschärfung der Geldwäschebekämpfung

Die Philippinen wollen illegale Finanzströme stärker kontrollieren, die Aufsicht über risikoreiche Branchen ausweiten und ihren Status auf der internationalen Beobachtungsliste für Geldwäsche sichern. Dazu plant die philippinische Geldwäschebehörde Anti-Money Laundering Council (AMLC) eine umfassende Überarbeitung ihrer Vorschriften.

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Im Fokus stehen unter anderem Käufer und Verkäufer von Immobilien, Anbieter von virtuellen Vermögenswerten sowie Betreiber von Online-Glücksspielen, die künftig unter die Aufsicht der Behörde fallen sollen. Laut dem Regulierungsplan für das Jahr 2026 möchte die AMLC ihre Ermittlungs- und Durchsetzungsbefugnisse erweitern.

Strengere Anforderungen an die Sorgfaltspflicht gegenüber Kunden sind für Casinos, Händler von Edelmetallen und Edelsteinen sowie Anbieter virtueller Währungen geplant. Darüber hinaus strebt die AMLC neue Befugnisse an, um Bankanfragen, die Aussetzung von Transaktionen und administrative Einfrierungsanordnungen direkt zu erlassen.

Bisher benötigt die Behörde für die Untersuchung von Bankguthaben in der Regel einen Gerichtsbeschluss, außer in speziellen Fällen wie Entführungen gegen Lösegeld, Drogenverbrechen, Entführungen von Flugzeugen oder Terrorismus. Um diese Änderungen umzusetzen, überarbeitet die AMLC die Durchführungsverordnungen zum Anti-Money Laundering Act, die seit 2018 gelten.

Der Abschluss dieser Überarbeitung ist für das vierte Quartal 2026 geplant, was eng mit der nächsten Bewertung durch die Financial Action Task Force (FATF) im Jahr 2027 verknüpft ist. Die Behörde warnt, dass Verzögerungen das Risiko erhöhen könnten, dass die Philippinen erneut auf die sogenannte „Graue Liste“ der FATF gesetzt werden.

Die geplante Verschärfung folgt auf eine Phase der Stärkung des nationalen Systems, die dazu führte, dass die Philippinen vor kurzem von der Beobachtungsliste der FATF gestrichen wurden. Eine aktuelle nationale Risikobewertung für den Zeitraum 2021 bis 2024 bewertete das System zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung mit 0,67 von 1,0 Punkten, was eine Steigerung gegenüber dem vorherigen Wert von 0,60 darstellt.