Philippinen planen staatliche Erdölreserven durch neue Lagerkapazitäten
Die Philippinen sind von Importen abhängig, wobei über 80 Prozent des Treibstoffs aus dem Nahen Osten bezogen werden. Diese starke Abhängigkeit und die anhaltende Instabilität in der Region unterstreichen die Notwendigkeit einer stabileren Versorgung. Um das Land bei Lieferunterbrechungen und Schwankungen auf den globalen Märkten besser abzusichern, soll eine strategische nationale Reserve geschaffen werden.
Das Vorhaben, staatlich kontrollierte Lagerstätten für Erdöl, Diesel und Benzin aufzubauen, wird durch eine DOE, der Maharlika Investment Corporation und der staatlichen Ölgesellschaft Philippine National Oil Company (PNOC) vorangetrieben. Laut Energieministerin Sharon S. Garin verfügt das Land derzeit über keine eigenen staatlichen Tanks, sondern ist auf die Bestände privater Anbieter angewiesen.
Die aktuellen Reserven werden von Garin auf etwa 40 bis 50 Tage eingeschätzt. Um diese Sicherheit zu erhöhen, soll die Schaffung eigener Bestände durch staatliche Infrastruktur erfolgen. Aufgrund der hohen Kosten für den Bau solcher Anlagen ist geplant, das Projekt zunächst in kleinerem Maßstab zu entwickeln und es später schrittweise zu erweitern.
Das DOE gab an, dass die Zusammenarbeit mit Maharlika voranschreitet und die notwendigen Grundlagen für die Entwicklung der Tanks zusammengestellt werden. Zudem haben bereits mehrere öffentliche und private Akteure Interesse an einer Beteiligung signalisiert. Parallel dazu werden im Kongress Vorschläge für eine nationale Erdölreserve verfolgt, während das DOE private Unternehmen dazu ermutigt, ihre Lagerkapazitäten an mehr Standorten auszubauen, um die nationale Energiesicherheit zu stärken.
Quellen
Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.