Wirtschaft: Cagayan

Philippinen planen Bau eines Weltraumbahnhofs durch öffentlich-private Partnerschaft

Die philippinische Weltraumbehörde PhilSA strebt eine öffentlich-private Partnerschaft an, um einen eigenen Weltraumbahnhof (Spaceport) aufzubauen. Ziel des Vorhabens ist es, die langfristige Nachhaltigkeit kommerzieller Raketenstarts im Land zu sichern und die Philippinen als Anbieter von Weltraumdienstleistungen zu etablieren.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

Dieser Plan folgt auf die jüngste Rede von Präsident Ferdinand Marcos Jr. zur Lage der Nation am 27. Juli. Darin kündigte der Präsident an, dass das Land im kommenden Jahr einen Raketenstart durchführen werde. Dabei handelt es sich um den ersten Start einer mit Flüssigtreibstoff betriebenen Forschungsrakete auf philippinischem Boden, der in der Provinz Cagayan stattfinden soll.

Laut PhilSA-Generaldirektorin Gay Jane Perez ist die geografische Lage des Landes ideal für sichere Start- und Bergungsoperationen, da der Pazifische Ozean im Osten liegt und die Philippinen nahe am Äquator angesiedelt sind. Ein eigener Weltraumbahnhof soll die Kosten senken, die Effizienz der Starts erhöhen und neue Möglichkeiten für zukünftige Dienstleistungen schaffen. Die Behördenleitung betont, dass man sich von einem reinen Nutzer von Weltraumdiensten zu einem aktiven Anbieter in der regionalen Weltraumwirtschaft entwickeln möchte.

Der geplante Teststart im nächsten Jahr dient als Demonstrationsflug. Die Forschungsrakete soll eine lokal entwickelte Nutzlast von bis zu zwei Kilogramm in eine Höhe von mindestens fünf Kilometern befördern. Das Projekt wird von der PhilSA gemeinsam mit dem DICT, der Cagayan Economic Zone Authority (CEZA), dem Unternehmen Ascend International Gateway Inc. sowie dem südkoreanischen Anbieter Perigee Aerospace Inc. umgesetzt.

Ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für den Standort sollen neben der Lage auch verlässliche Genehmigungsverfahren sein. Perez erklärte, dass Startunternehmen auf klare Prozesse und planbare Zeitpläne bei der Lizenzierung angewiesen sind. Ein kommerziell orientierter, aber staatlich unterstützter Weltraumbahnhof soll diese Zuverlässigkeit gewährleisten.