Philippinen führen neue digitale Zahlungsdienste ein
EditDie philippinische Zentralbank (Bangko Sentral ng Pilipinas, BSP) und die Philippine Payments Management, Inc. (PPMI) haben drei neue digitale Zahlungsinitiativen gestartet. Ziel der Maßnahmen ist es, Zahlungen für die Bevölkerung zugänglicher, komfortabler und bedarfsgerechter zu gestalten. Die Einführung fand am 29. Juli 2026 in einer Zeremonie im Hauptsitz der BSP statt.
Zu den neuen Diensten gehören Direct Debit PH sowie die interoperablen Funktionen InstaPay Cash-In und InstaPay for Business. Mit Direct Debit PH können Kunden Rechnungssteller dazu ermächtigen, Zahlungen an festgelegten Fälligkeitsterminen automatisch von ihren Konten einzuziehen. InstaPay Cash-In ermöglicht es Nutzern, eine Zahlungsanforderung an eine andere Person zu senden, die daraufhin die Mittel direkt von ihrem Bank- oder E-Wallet-Konto überweisen kann.
Für registrierte Unternehmen bringt die Initiative InstaPay for Business eine erhebliche Erleichterung: Das maximale Transferlimit wird um das Zehnfache von bisher 50.000 PHP auf 500.000 PHP angehoben. Diese Neuerungen sollen Transaktionen sowohl für Einzelpersonen als auch für Unternehmen vereinfachen.
BSP-Gouverneur Eli M. Remolona, Jr. erklärte, dass Interoperabilität und niedrigere Gebühren nicht nur das Transaktionsvolumen steigern, sondern auch mehr Menschen in das digitale Finanzsystem integrieren. Dies fördere die finanzielle Inklusion, da mehr Filipinos Geld digital senden und empfangen könnten, was wiederum das gesamte Netzwerk stärke. Vizegouverneur Mamerto E. Tangonan ergänzte, dass dieser Schritt die Verpflichtung der BSP unterstreiche, ein Zahlungssystem für jeden Filipinos und jedes Unternehmen aufzubauen. Als Grundlage diene dabei das National Retail Payment System Framework, das als Entwurf für ein sichereres, schnelleres und zuverlässigeres System fungiert.
Im Zuge der Einführung erinnerte die BSP zudem an die bereits 2024 erfolgte Umbenennung des ursprünglichen QR-Ph-Systems. Heute wird der Begriff „QR Ph“ für Zahlungen von Privatpersonen an Händler (Person-to-Merchant, P2M) verwendet, wobei die Händler die Transaktionsgebühren tragen. Im Gegensatz dazu wird „InstaPay QR“ für die Überweisung von Privatperson zu Privatperson (Person-to-Person, P2P) genutzt, wobei hier je nach verwendetem Konto Gebühren anfallen können.
Die Veranstaltung war Teil der einmonatigen Feierlichkeiten zum 33. Jubiläum der BSP und wurde von Vertretern der Zahlungsindustrie sowie Partnern besucht.





