Philippinen: Ermittlungen gegen Martin Romualdez wegen Flutschutz-Skandal ausgeweitet
EditEin Skandal um Flutschutzprojekte in den Philippinen hat eine neue Dimension erreicht. Es geht um Gelder in Milliardenhöhe, die zwischen 2022 und 2025 unrechtmäßig veruntreut worden sein sollen. Betroffen sind unter anderem der ehemalige Parlamentssprecher Martin Romualdez und der ehemalige Abgeordnete der Ako Bicol-Parteiliste, Elizaldy Co.
Die Vorwürfe sind Teil einer großangelegten Untersuchung, in deren Rahmen das Büro des Ombudsmanns rechtliche Schritte vorbereitet. Laut einer ergänzenden Beschwerde, die das Büro des Ombudsmanns in der vergangenen Woche einreichte, soll durch die Zweckentfremdung öffentlicher Mittel und unzulässige Vorteile aus Regierungsgeschäften ein illegal erworbener Reichtum in Höhe von 56 Milliarden Pesos angehäuft worden sein.
Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat sich in seiner fünften Lagebericht an die Nation (State of the Nation Address, SONA) zum Fall geäußert. Er betonte, dass persönliche Bindungen seine Korruptionsbekämpfung nicht beeinflussen würden und er nicht der Präsident seiner Familie oder Freunde, sondern der Präsident der Philippinen sei, dessen Pflicht dem Volk gelte. Bisher seien bereits erste Auftragnehmer, DPWH sowie Abgeordnete angeklagt und inhaftiert worden.
Martin Romualdez, der zudem ein Cousin des Präsidenten ist, hat auf die Ankündigung reagiert. Er respektiere die Position des Präsidenten trotz der familiären Verbindung und fügte hinzu, dass es für die Familie schmerzhaft sei, er jedoch niemals um Gefälligkeiten oder eine Sonderbehandlung gebeten habe. Die Regierung hat bereits Vermögenswerte im Wert von 25 Milliarden Pesos sichergestellt, eingefroren und dem Staatsschatz zurückgeführt.











