Gesellschaft: Landesweit

Philippinen: Elektronische Beglaubigung von Dokumenten nun möglich

In den Philippinen wurde der Prozess der Dokumentenbeglaubigung durch die Einführung der sogenannten „eNotarization“ vereinfacht. Nachdem die traditionelle Beglaubigung bisher stets die physische Anwesenheit der Beteiligten vor einem Notar erforderte, hat der Oberste Gerichtshof (Supreme Court, SC) im Jahr 2025 die elektronische Beglaubigung von Dokumenten zugelassen.

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Symbolbild: Envato

Im Gegensatz zum herkömmlichen Verfahren, bei dem Papierdokumente verwendet werden und Notare nur innerhalb ihres festgelegten Gebiets agieren dürfen, bietet die elektronische Variante mehr Flexibilität. Elektronische Notare, die vom Supreme Court benannten Electronic Notary Service autorisiert sind, können Beglaubigungen landesweit durchführen. Die Beteiligten können entweder persönlich, virtuell oder in einer Kombination aus beiden Formen erscheinen.

Der Ablauf der eNotarization sieht vor, dass die betroffene Person das Dokument im PDF- oder PDF/A-Format vorbereitet. Anschließend müssen die Hauptperson sowie etwaige Zeugen ein Konto bei der Electronic Notarization Facility erstellen. Nach der Anmeldung des elektronischen Notars zur Sitzung wird die Identität der Beteiligten geprüft, bevor die Beglaubigung erfolgt. Das fertig beglaubigte Dokument wird im Anschluss automatisch an die zentrale Notar-Datenbank des Supreme Court übermittelt.

Der Supreme Court betonte in einer Mitteilung, dass dieser Schritt die notariellen Dienstleistungen für die Öffentlichkeit wesentlich zugänglicher mache. Zudem gab es im März 2025 eine gerichtliche Entscheidung zur Haftung von Anwälten: Diese können nicht für Verstöße bei der Beglaubigung haftbar gemacht werden, sofern kein eindeutiger Beweis vorliegt, dass sie den Missbrauch ihrer Beglaubigungsbefugnis aktiv zugelassen haben.