Philippine Eagle nach Rettung mit Schussverletzungen gefunden
Ein in der Stadt Malaybalay in der Provinz Bukidnon geretteter Philippine Eagle hat schwere Verletzungen durch Schüsse erlitten. Nachdem der Vogel zunächst unter dem Verdacht stand, von einer Gruppe Affen angegriffen worden zu sein, ergaben medizinische Untersuchungen, dass das Tier mit einer Luftwaffe beschossen wurde.
Der Vorfall ereignete sich am 3. Juli, als der Landwirt Marven Linoy im Wald Zeuge einer Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe von etwa 30 Affen und dem Adler wurde. Linoy rettete den Vogel, der am Boden lag, nass und zitternd, und übergab ihn den Rettungskräften. Das Community Environment and Natural Resources Office (CENRO) übernahm die erste Versorgung des geschwächten Tieres.
Nachdem der Adler, der den Namen Sawaga-Dalwangan trägt, in die PEF in Davao City transportiert worden war, machten Röntgenaufnahmen die Ursache seiner Notlage deutlich. Jayson Ibañez, der operative Leiter der PEF, erklärte, dass sich zwei Projektile einer Luftwaffe im Körper des Vogels befänden. Während ein Projektil bereits seit längerer Zeit im Körper war, wurde ein zweites mit einer frischen Eintrittswunde entdeckt. Zudem wiesen die Flügel des Tieres Verletzungen auf, die mit Maden befallen waren.
Die Experten der PEF stellten fest, dass Philippine Eagles als Spitzenprädatoren eigentlich eine dominante Stellung einnehmen und Affen üblicherweise als Beute betrachten würden. Es besteht die Vermutung, dass der Adler möglicherweise in eine Falle geraten ist. Marven Linoy wies Vorwürfe gegen sich selbst zurück und betonte die kulturelle Bedeutung des Schutzes dieser Tiere, die bereits von seinen Vorfahren als schützenswertes Erbe vermittelt wurden. Er warnte eindringlich davor, die Adler zu jagen, zu verletzen oder als Haustiere zu halten.