Wirtschaft – Pampanga

Pax-Silica-Projekt in New Clark City könnte 130.000 Arbeitsplätze schaffen

Das geplante Pax-Silica-Projekt in New Clark City könnte laut der Bases Conversion and Development Authority (BCDA) mehr als 130.000 hochwertige Arbeitsplätze für philippinische Fachkräfte schaffen. Die US-geführte Initiative soll das Land als Zentrum für fortschrittliche Fertigung zu etablieren und könnte bei vollständiger Entwicklung Investitionen in Höhe von 40 bis 70 Milliarden US-Dollar anziehen.

Team of Engineers Inspecting Port Infrastructure TogetherImage-Source
Symbolbild: Envato

Joshua Bingcang, Präsident und CEO der BCDA, erklärte bei einem Pressebriefing im Palast, dass das Projekt insbesondere für Ingenieure, Forscher, Absolventen der Informatik und andere hochqualifizierte Fachkräfte attraktive Karrierechancen bieten soll. Ziel sei es, den sogenannten „Brain Drain“, die Abwanderung von Talenten, in einen „Brain Gain“ umzuwandeln, indem die Expertise im Land gehalten wird.

Pax Silica ist als hochtechnologischer Fertigungs- und Innovationsstandort im Rahmen des Luzon Economic Corridor konzipiert. Das Vorhaben soll die Philippinen als wichtigen Akteur in den globalen Lieferketten für Halbleiter, künstliche Intelligenz (KI) und kritische Mineralien positionieren. Die Philippinen traten der Pax-Silica-Koalition im April als 13. Mitglied bei; mittlerweile umfasst die Koalition mehr als 30 teilnehmende Länder.

Das geplante Industriegebiet soll etwa 1.620 Hektar innerhalb der 9.450 Hektar großen New Clark City einnehmen. Durch die Verarbeitung lokal gewonnener Mineralien wie Nickel und Kupfer zu höherwertigen Exportprodukten möchte das Projekt die Philippinen in der globalen Wertschöpfungskette aufwerten, anstatt lediglich Rohstoffe zu verschiffen.

Um Bedenken hinsichtlich der Umwelt und der Ressourcen zu begegnen, betonte Bingcang, dass Pax Silica primär ein Fertigungssystem und kein reiner Komplex für Rechenzentren sei, da die Industrie ein höheres Potenzial für die Schaffung von Arbeitsplätzen biete. Zur Wasserversorgung plant die BCDA ein System zur Regenwassernutzung, das täglich bis zu 120 Millionen Liter liefern könnte und somit den geschätzten Bedarf von 65 bis 90 Millionen Litern deckt, ohne Grundwasser zu entnehmen.

Hinsichtlich der Rechte indigener Völker stellte Bingcang klar, dass das Projekt keine Gemeinschaften verdrängen werde. Das Gelände bestehe aus öffentlichem Land, das bereits der BCDA gehört und laut dem BCDA-Statut von 1992 für die industrielle Entwicklung vorgesehen ist. Zudem werde innerhalb des Projektgebiets kein Bergbau betrieben; die Initiative konzentriere sich auf die Weiterverarbeitung der Mineralien.