Wirtschaft

Pax-Silica-Projekt in New Clark City könnte 130.000 Arbeitsplätze schaffen

Das geplante Pax-Silica-Entwicklungsprojekt in New Clark City könnte mehr als 130.000 hochwertige Arbeitsplätze für Filipinos schaffen und die Philippinen als Zentrum für fortschrittliche Fertigung etablieren. Wie die Bases Conversion and Development Authority (BCDA) am Donnerstag mitteilte, könnte die von den USA angeführte Initiative nach ihrer vollständigen Entwicklung Investitionen in Höhe von 40 bis 70 Milliarden US-Dollar anziehen.

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Bild: PIA - 20260723-BCDA_Briefing-1

Joshua Bingcang, Präsident und CEO der BCDA, erklärte bei einer Pressekonferenz im Palast, dass das Projekt Möglichkeiten für philippinische Ingenieure, Forscher, Informatikabsolventen und andere hochqualifizierte Fachkräfte schaffen soll. Ziel sei es, einen „Brain Gain“ statt eines „Brain Drain“ zu erreichen, indem die Talente des Landes im eigenen Land halten.

Pax Silica ist als hochtechnologischer Fertigungs- und Innovationsstandort im Rahmen des Luzon Economic Corridor konzipiert. Das Vorhaben soll die Philippinen als wichtigen Akteur in den globalen Lieferketten für Halbleiter, künstliche Intelligenz (KI) und kritische Mineralien positionieren. Die Philippinen traten der Pax-Silica-Koalition im April als 13. Mitglied bei; mittlerweile umfasst die Koalition mehr als 30 teilnehmende Länder.

Durch das Projekt sollen die Philippinen in der globalen Wertschöpfungskette aufsteigen. Anstatt Rohstoffe ins Ausland zu verschiffen, sollen lokal gewonnene Mineralien wie Nickel und Kupfer vor Ort zu höherwertigen Produkten für den Export verarbeitet werden. Das geplante Industriegebiet wird etwa 1.620 Hektar innerhalb der insgesamt 9.450 Hektar großen New Clark City einnehmen.

Bingcang stellte klar, dass Pax Silica als ein auf die Fertigung ausgerichtetes industrielles Ökosystem geplant ist und nicht primär als ein riesiger Datenzentrum-Komplex. Während man Datenzentren einladen könne, liege der Fokus auf der Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze durch produzierende Unternehmen. Von mindestens 30 Unternehmen, die Interesse an Investitionen bekundet haben, seien nur ein oder zwei Betreiber von Datenzentren.

A Beautiful View Of Banaue Rice Terraces In Luzon, Philippines
Symbolbild: Envato

Hinsichtlich der Wasserversorgung hat die BCDA alternative Quellen identifiziert. Anstatt Grundwasser zu entnehmen, soll ein System zur Oberflächenwasser-Ernte eingesetzt werden, das Regenwasser sammelt und speichert. Die erste Anlage ist darauf ausgelegt, bis zu 120 Millionen Liter pro Tag zu liefern, was den geschätzten täglichen Bedarf des Projekts von 65 bis 90 Millionen Litern übersteigt. Das System könnte später auf 300 Millionen Liter erweitert werden, wobei ein Überschuss eventuell mit der Gemeinschaft geteilt werden kann.

In Bezug auf soziale und ökologische Belange betonte Bingcang, dass das Projekt keine indigenen Gemeinschaften verdrängen werde. In der Clark Special Economic Zone seien bereits mehr als 15.000 Hektar für indigene Völker in Bamban, Porac und Floridablanca reserviert. Das Pax-Silica-Gelände selbst sei öffentliches Land, das bereits im Besitz der BCDA ist und laut der BCDA-Charta von 1992 für die industrielle Entwicklung vorgesehen ist.

Innerhalb des Projektgebiets wird laut BCDA keine Bergbauaktivität stattfinden; das Ziel sei lediglich die Verarbeitung kritischer Mineralien. Zudem sei das Projekt rein kommerzieller Natur und werde nicht für verteidigungsrelevante Zwecke genutzt. Alle Projektkomponenten müssen vor Baubeginn Umweltverträglichkeitsprüfungen (Environmental Compliance Certificates, ECCs) durchlaufen und den Vorschriften des Department of Environment and Natural Resources (DENR) entsprechen. Die BCDA plant zudem, mindestens 40 Prozent der Projektfläche für Grünflächen und Parks zu reservieren.

Die Vertragsverhandlungen werden voraussichtlich noch in diesem Jahr stattfinden. Die Planungsphase ist für das Jahr 2027 vorgesehen, sodass der Baubeginn für Anfang 2028 erwartet wird.

Quellen