Wirtschaft: Pampanga

Pax-Silica-Projekt in New Clark City: Experten fordern Transparenz bei Ressourcenverbrauch

Das geplante Pax-Silica-Projekt in New Clark City birgt laut der Interessengruppe Advocates for Genuine and Outstanding Services (AGOS) ein enormes Potenzial, Asien zu einem Zentrum für Künstliche Intelligenz (KI), Halbleiterfertigung und Rechenzentren zu machen.

A Beautiful View Of Batad Rice Terraces, Luzon, Philippines
Symbolbild: Envato

Ein solches Projekt könnte zwischen 130.000 und 190.000 direkte Arbeitsplätze schaffen, schätzungsweise 500.000 bis 800.000 indirekte oder induzierte Stellen hinzu kommen. Die Organisation betont jedoch, dass eine solche Entwicklung nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie auf Transparenz, wissenschaftlichen Analysen und der Beteiligung der Öffentlichkeit basiert. AGOS stellt klar, dass die Gruppe nicht gegen Investitionen oder Industrialisierung sei, sondern fordere eine sorgfältige Prüfung der Auswirkungen auf Wirtschaft, Umwelt und die lokalen Gemeinschaften.

Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die Wasserversorgung. Während die Bases Conversion and Development Authority (BCDA) plant, Regenwasser und Oberflächenwasser in Reservoirs zu sammeln, statt Grundwasser oder lokale Netze zu nutzen, äußert AGOS erhebliche Bedenken. Da KI-Rechenzentren und Halbleiterwerke täglich enorme Mengen Wasser benötigen, bestehe das Risiko, dass die Reservoirs während der Trockenzeit oder bei El-Niño-Phänomenen versiegen.

Dies könnte dazu führen, dass die Industrie auf Flüsse oder Bewässerungssysteme zurückgreifen muss, was zu Konflikten mit der lokalen Landwirtschaft führen würde. Auch die Energieversorgung wird kritisch hinterfragt. Die hochtechnologischen Anlagen benötigen eine unterbrechungsfreie Stromversorgung rund um die Uhr. AGOS warnt davor, dass der enorme Bedarf an Megawatt die Kapazität des Luzon-Stromnetzes überfordern und zu rotierenden Stromausfällen in benachbarten Gemeinden führen könnte.

Zudem befürchtet die Gruppe, dass die Kosten für die Deckung dieses Bedarfs durch teurere Kraftwerke letztlich auf die Endverbraucher und kleinen Unternehmen abgewälzt werden könnten. Obwohl die BCDA angibt, dass das Projekt hauptsächlich auf staatlichem Land errichtet wird und nur wenige Landwirte betroffen seien, weist AGOS darauf hin, dass für die lokale Bevölkerung die betroffenen Flächen eine lebenswichtige Grundlage für die Ernährungssicherheit darstellen.