Wirtschaft

Pax-Silica-Projekt in New Clark City: BCDA verspricht Einhaltung internationaler Standards

Das geplante Pax-Silica-Projekt in New Clark City in der Provinz Tarlac soll als globaler Knotenpunkt für die Lieferketten der künstlichen Intelligenz (KI), der Halbleiterindustrie und seltener Erden dienen. Joshua Bingcang, Präsident und CEO der Bases Conversion and Development Authority (BCDA), erklärte am Donnerstag während eines Briefings im Malacañang, dass sämtliche Komponenten des unter US-amerikanischer Führung stehenden Vorhabens sowohl den philippinischen als auch den internationalen Gesetzen entsprechen werden.

Closeup Philippines volcano top erupt clouds of haze aerial. Green grass mountain with hiking path
Symbolbild: Envato

Das Projekt umfasst eine Fläche von 1.600 Hektar im nördlichen Teil von New Clark City. Laut Bingcang haben bereits mehr als 30 Länder Interesse an einer Beteiligung bekundet. Die Beamten dieser Nationen prüfen derzeit die Details des Projekts sowie die damit verbundenen rechtlichen Anforderungen. Durch die Initiative der nationalen Regierung soll ein stabiler und berechenbarer Rahmen für Investoren geschaffen werden. Dabei wird besonderer Wert auf die Einhaltung von Vorschriften sowie auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Ziele (ESG) gelegt.

Um ein ausgewogenes Umfeld für die Belegschaft und den Produktionsstandort zu gewährleisten, sollen rund 40 Prozent der ausgewiesenen Fertigungsflächen als Freiflächen erhalten bleiben. Das Vorhaben wird voraussichtlich einen massiven Einfluss auf den Arbeitsmarkt haben und zwischen 130.000 und 190.000 Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung schaffen. Bingcang betonte, dass ausländische Fachkräfte zwar etwa 10 Prozent der Belegschaft ausmachen könnten, vor allem in Führungspositionen -, das Hauptziel jedoch darin bestehe, die Talente des Landes im Land zu halten und so einen „Brain Gain“ statt eines „Brain Drain“ zu erreichen.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Projekts ist erheblich: Es wird erwartet, dass der philippinische Elektroniksektor und die Exporte um etwa 40 bis 70 Milliarden US-Dollar gesteigert werden können, was rund 10 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts ausmachen würde. Derzeit laufen Machbarkeitsstudien für das Gesamtprojekt sowie für geplante Investitionen, etwa in Kraftwerksanlagen. Im nächsten Jahr sollen zudem etwa ein Jahr lang Untersuchungen zur Stabilität des Gebiets gegenüber Naturkatastrophen wie Erdbeben und Überschwemmungen durchgeführt werden.

Der Zeitplan sieht vor, dass die Vertragsverhandlungen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Nach einer Planungsphase im kommenden Jahr könnte der Baubeginn für die Standortentwicklung innerhalb der ersten zwei Jahre nach Vertragsunterzeichnung erfolgen, wobei der Baustart für das Jahr 2028 angestrebt wird.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.