Pax Silica: Industrieller Fokus auf KI-Ökosystem im SONA 2026
EditIn seiner Rede zur Lage der Nation (State of the Nation Address, SONA) im Jahr 2026 stellte Präsident Ferdinand Marcos Jr. den geplanten Pax Silica Industrial Hub als zentralen Pfeiler der industriellen Ambitionen der Philippinen vor.
Das Projekt soll als ein Ökosystem für künstliche Intelligenz (KI) fungieren, das hochwertige Arbeitsplätze schafft, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit stärkt und die Wirtschaft belebt.
Ziel des Vorhabens ist es, die Philippinen als Knotenpunkt für fortschrittliche Fertigung und Logistik innerhalb der globalen KI-Wertschöpfungskette zu etablieren.
Damit möchte sich das Land in globale Produktionsnetzwerke integrieren, die sich zunehmend um KI, Halbleiter und digitale Technologien organisieren.
Experten weisen darauf hin, dass der Erfolg von Pax Silica nicht allein an der Höhe ausländischer Investitionen oder der Anzahl der geschaffenen Stellen gemessen werden sollte.
Entscheidend sei, ob diese Investitionen die produktiven Kapazitäten des Landes nachhaltig stärken oder ob die Philippinen lediglich in einer geringwertigen Phase der globalen Produktion verbleiben.
Historische Beispiele wie Japan, Südkorea, Taiwan, China, Malaysia und Vietnam zeigen, dass sich industrialisierende Nationen oft zunächst durch die Integration in fragmentierte globale Produktionssysteme entwickeln.
Dieser Prozess des sogenannten „transitional upgrading“ führt zwar zu höheren Einkommen, wobei die technologische Kontrolle und das geistige Eigentum jedoch meist bei ausländischen Akteuren verbleiben.
Die langfristige Herausforderung für die Philippinen besteht im „functional upgrading“.
Dabei geht es darum, über die reine Teilnahme an der globalen KI-Wirtschaft hinauszugehen und eigene technologische Kapazitäten aufzubauen.
Dies würde bedeuten, dass heimische Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen zunehmend hochwertige Tätigkeiten wie Ingenieurwesen, Produktentwicklung, Softwareentwicklung und Systemintegration übernehmen.



