Politik

Palast verzichtet trotz Attentatsplänen auf Loyalitätsprüfung der Armee

Die philippinische Regierung plant trotz Ermittlungen zu einem mutmaßlichen Attentat auf Präsident Ferdinand „Bongbong“ Marcos Jr. keine umfassende Loyalitätsprüfung innerhalb der Streitkräfte (Armed Forces of the Philippines, AFP). Das Präsidialamt (Malacañang) erklärte dazu, dass man weiterhin volles Vertrauen in die Armee setze.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

NBI. Laut NBI-Direktor Melvin Matibag, der vor dem Senatsanklaggericht aussagte, gibt es Hinweise auf einen Attentatsplan, der mutmaßlich mit der Vizepräsidentin Sara Duterte in Verbindung steht. Im Zuge dieser Ermittlungen gelten einige aktive Militärangehörige als Personen von Interesse.

Die Regierungssprecherin Claire Castro teilte mit, dass sie nicht wisse, ob der Präsident persönlich über die Identitäten der beteiligten Soldaten informiert wurde. Sie zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Geheimdienstinformationen bereits an die für die Sicherheit des Präsidenten zuständigen Stellen weitergeleitet wurden. Die Verantwortung für die Loyalität liege bei der Führung der Streitkräfte und den Sicherheitsorganen.

Trotz des Verzichts auf eine allgemeine Prüfung arbeiten die Behörden daran, mögliche Verräter innerhalb der militärischen Organisation zu identifizieren. Castro betonte zudem, dass Soldaten dazu verpflichtet seien, die Verfassung und die gesamte Nation zu schützen, anstatt ihre Loyalität einer einzelnen Person zu schwören.

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