Palast sieht sinkende Umfragewerte von Vizepräsidentin Duterte in mangelnden Lösungen
EditDer Präsidentenpalast in Manila hat den Rückgang der Beliebtheits- und Vertrauenswerte von Vizepräsidentin Sara Duterte-Carpio auf ein Ausbleiben konkreter Lösungsansätze für die nationalen Probleme zurückgeführt. Laut einer Stellungnahme des Palastes erkenne die Bevölkerung, welche Amtsträger aktiv an der Lösung landesweiter Herausforderungen arbeiten und wer lediglich die Regierung kritisiere.
Die Einschätzung folgt auf die jüngste Umfrage „Tugon ng Masa“ des Instituts OCTA Research, die im Zeitraum vom 4. bis 11. Juli durchgeführt wurde. Erstmals seit November 2024 liegen die Werte der Vizepräsidentin damit unter der 50-Prozent-Marke. Ihre Leistungsbewertung sank von 50 Prozent im März auf 45 Prozent, während das Vertrauen von 55 Prozent auf 47 Prozent zurückging.
Claire Castro, Pressereferentin des Palastes, erklärte, die Ergebnisse zeigten die Unzufriedenheit der Öffentlichkeit mit der Leistung der Vizepräsidentin. Insbesondere ihr vermeintlicher Mangel an Beiträgen zur Bekämpfung der Inflation und der steigenden Kraftstoffpreise wurde kritisiert. Castro betonte, dass Duterte-Carpio keine Lösungen für die wirtschaftlichen Sorgen des Landes anbiete und sich stattdessen auf Kritik beschränke.
Der Erhebungszeitraum fiel mit dem Beginn des Amtsenthebungsverfahrens gegen die Vizepräsidentin vor dem Senat am 6. Juli zusammen. Duterte-Carpio sieht sich Vorwürfen unter anderem wegen des mutmaßlichen Missbrauchs öffentlicher Gelder sowie Drohungen gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr., die First Lady Liza Araneta-Marcos und den ehemaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, gegenüber.
Die Umfrage verzeichnete auch einen Rückgang der Werte von Präsident Marcos Jr. Seine Leistungsbewertung fiel von 55 auf 47 Prozent, sein Vertrauenswert sank von 54 auf 49 Prozent. Aus dem Präsidentenpalast erfolgte dazu keine direkte Stellungnahme, man betonte jedoch wiederholt, dass die Administration weder über positive noch über negative Umfragewerte feiere, sondern sich auf die Bereitstellung staatlicher Dienstleistungen konzentriere.



