Politik: Landesweit

Palast reagiert auf Aussagen von Vizepräsidentin Duterte zu Präsident Marcos

Vizepräsidentin Sara Duterte hatte in einem Interview in Den Haag, Niederlande, eingeräumt, dass sie keine persönlichen Differenzen mit Präsident Ferdinand „Bongbong“ Marcos Jr. hege. Sie kritisierte jedoch dessen Amtsführung und erklärte, ihr Problem liege in der Präsidentschaft des Präsidenten.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
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Duterte betonte zudem, dass ihre Kritik an der aktuellen Regierung und der Administration Marcos Ausdruck ihrer Meinungsfreiheit sei. Die Regierungssprecherin Claire Castro reagierte auf diese Aussagen und erklärte in einer Videobotschaft, dass Dutertes Aussage beweise, dass der Präsident sie weder als Privatperson noch in ihrer Funktion als Vizepräsidentin schlecht behandelt habe.

Castro wies Dutertes Argumentation zurück und warf den Verbündeten der Vizepräsidentin vor, Unruhe im Land zu stiften. Sie kritisierte, dass Duterte die Führung des Präsidenten infrage stelle und behauptete, das Land befinde sich im Chaos. Laut Castro seien es vielmehr die Gruppen um die Vizepräsidentin, die Destabilisierung planten, um die Machtposition des Präsidenten zu übernehmen.

Die Regierungssprecherin bezog sich in ihrer Kritik auch auf angebliche Drohungen der Vizepräsidentin. Sie warf Duterte vor, die Angelegenheit persönlich zu machen und sogar Personen gesucht zu haben, die bereit wären, den Präsidenten, die First Lady sowie den ehemaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, zu töten. Castro betonte abschließend, dass zwar jeder Filipino das Recht auf freie Meinungsäußerung habe, dies jedoch nicht als Vorwand für Falschmeldungen oder die Täuschung der Öffentlichkeit dienen dürfe.