Ombudsman ermittelt gegen Abgeordneten Gardiola wegen Unterschlagung
EditEin massiver Interessenkonflikt steht im Zentrum der Vorwürfe gegen den Abgeordneten Edwin Gardiola. Als Auftragnehmer soll er sich in einem unzulässigen Selbstgeschäft innerhalb des Kongresses befunden haben, was als „Cong-tractor“ bezeichnet wird, da er Tätigkeiten ausgeübt habe, die einem Kongressabgeordneten untersagt sind. Gegen Gardiola, der der Construction Workers Solidarity (CWS) Parteiliste angehört, läuft daher eine Voruntersuchung wegen mutmaßlicher Unterschlagung.
Der Ombudsman Boying Remulla bestätigte am Freitag, 31. Juli 2026, dass gegen den Politiker 20 Verfahren wegen Veruntreuung von Geldern geprüft werden. Berichten zufolge erhielten Unternehmen der Familie Gardiola, darunter S-Ang, Newington und die Lourel Development Corporation, seit 2023 staatliche Aufträge für den Hochwasserschutz und andere Bauprojekte im Wert von insgesamt 17 Milliarden Pesos.
Diese Aufträge fielen in die Zeit, in der Gardiola das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Haushaltsausschusses innehatte. Zusätzlich zu den Vorwürfen der Auftragsvergabe gibt es Hinweise auf ein System, bei dem DPWH-Verträge von Budgetverantwortlichen erworben und mit Gewinnaufschlag an Bauunternehmen weiterverkauft wurden sollen.
Der Rat zur Bekämpfung der Geldwäsche (Anti-Money Laundering Council) hat Berichten zufolge bereits Bankkonten im Zusammenhang mit Gardiola eingefroren. Der Abgeordnete selbst hat sämtliche Anschuldigungen und die Unwahrheit der Behauptungen über Unregelmäßigkeiten bei Hochwasserschutzprojekten zurückgewiesen.




