NGCP baut Stromnetz in Zentral-Visayas für erneuerbare Energien aus
Die National Grid Corporation of the Philippines (NGCP) baut in Zentral-Visayas zwei bedeutende Übertragungsprojekte auf. Ziel der Maßnahmen ist es, den steigenden Strombedarf zu decken und die wachsende Kapazität für erneuerbare Energien in der Region aufzunehmen.
Eines der Projekte umfasst die 230-Kilovolt-Übertragungsleitung und ein Umspannwerk zwischen Cebu und Lapu-Lapu. Laut Michael Baylosis, Senior Manager für regionale Übertragungsplanung bei der NGCP, wird dieses Vorhaben den Energiebedarf von Metro Cebu und der Insel Mactan unterstützen. Das Projekt beinhaltet Freileitungen, Seekabel sowie zwei Umspannwerke in Mandaue City und Lapu-Lapu City. Dabei wird das bestehende 138-Kilovolt-System auf 230 Kilovolt aufgerüstet, um das Lastwachstum in der Region langfristig abzufangen.
Ein weiteres Großprojekt sind die Cebu-Leyte Interconnection Lines 3 und 4. Diese werden zusätzliche Seekabelkreise zwischen Cebu und Leyte installieren und die Kapazität zum Stromaustausch zwischen den Regionen Visayas, Luzon und Mindanao um 1.200 Megawatt erweitern. Diese zusätzliche Kapazität soll den Ressourcenaustausch über die drei Hauptstromnetze des Landes ermöglichen und neue Kraftwerke, insbesondere Anlagen für erneuerbare Energien, integrieren.
Der Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund einer expandierenden Solarenergie in der Visayas-Region. Walter Bayron, Manager für Betrieb und Wartung bei der NGCP, berichtete, dass bereits mehr als 20 Solarkraftwerke in der Region in Betrieb sind und fast 800 Megawatt installierte Kapazität beisteuern. Er führte aus, dass Solar- und Windprojekte den Großteil der für die kommenden Jahre geplanten Kapazitäten ausmachen, was er auf die Förderung privater Investitionen durch das DOE zurückführte. Um die Versorgung rund um die Uhr sicherzustellen, setzt die NGCP auf eine Strategie für einen ausgewogenen Energiemix, bei der Solar- und Windkraft mit Grundlastquellen kombiniert werden.
Daten des DOE vom Mai 2026 belegen das enorme Potenzial der Region: In der Visayas sind 2.179,47 Megawatt an erneuerbaren Energien, angeführt von Biomasse, Geothermie, Wasserkraft, Solar und Wind, sowie 419,9 Megawatt an Energiespeichersystemen, einschließlich Batterie- und Hybridanlagen, fest eingeplant. Amando Otarra III, ein leitender Aufseher der NGCP für den Netzbetrieb in der Visayas, merkte an, dass das letzte installierte Grundlastkraftwerk, Thermal Visayas Inc. Unit 2, bereits im September 2019 in Betrieb ging.
Cynthia Perez-Alabanza, stellvertretende Vizepräsidentin und Leiterin der PR-Abteilung der NGCP, erklärte, dass das Unternehmen den landesweiten Wandel hin zu saubereren Energiequellen unterstütze und gleichzeitig die Stabilität und Zuverlässigkeit des Netzes für die Verbraucher gewährleiste. Die NGCP koordiniere sich hierzu eng mit dem Energieministerium und den Stromerzeugern, um die Infrastrukturentwicklung mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien in Einklang zu bringen. Die Informationen wurden im Rahmen eines Medienforums am 2. Juli in Cebu City veröffentlicht.