Gesellschaft – Zamboanga del Sur
Neues Gesetz verbessert Bildungschancen in abgelegenen Gebieten der Philippinen
In den am schwersten erreichbaren Regionen der Philippinen soll die Bildungssituation grundlegend verbessert werden. Hierzu wurde das sogenannte „Last Mile and Geographically Isolated and Disadvantaged Areas (GIDA) Schools Act“ (Republic Act 12321) erlassen, das eine gesetzliche Grundlage für staatliche Unterstützung von öffentlichen Schulen in unterversorgten Gemeinden schafft.
Das Gesetz, das Präsident Ferdinand Marcos Jr. am 22. Juli unterzeichnete, soll die Infrastruktur in geografisch isolierten und oft konfliktbetroffenen Gebieten modernisieren. Dazu gehören der Bau angemessener Klassenzimmer sowie die Versorgung mit Strom, sauberem Wasser, befahrbaren Straßen und Internetzugang für sogenannte „Last Mile“-Schulen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entlastung des Lehrpersonals. Lehrer, die an Schulen in GIDA-Gebieten unterrichten, sollen künftig zusätzliche Vergütungen, Zulagen, Wohnraumhilfe sowie Unterstützung bei den Fahrtkosten erhalten. Dies soll den Dienst in Gemeinden fernab der städtischen Zentren honorieren.
Die Notwendigkeit der Maßnahme wurde von dem Abgeordneten Joseph Kim Yu aus dem ersten Distrikt von Zamboanga del Sur betont, der Mitverfasser des Gesetzes ist. Er verwies auf die schwierigen Lebensbedingungen von Kindern in entlegenen Barangays und Sitios, die oft stundenlange Fußmärsche auf sich nehmen müssen, um eine Schule zu erreichen. In Regionen wie Zamboanga del Sur, in denen indigene Gemeinschaften und ländliche Familien in schwierigem Gelände leben, wird das Gesetz als transformativ angesehen.
Die Umsetzung des Gesetzes erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Behörden. Während das Bildungsministerium (Department of Education) die Implementierung leitet, sind andere Ministerien für spezifische Aspekte zuständig: Das DPWH baut die Zufahrtsstraßen, das DICT übernimmt die digitale Anbindung.