NBI-Direktor: Popularität schützt Amtsträger nicht vor Rechenschaftspflicht
Der Direktor des National Bureau of Investigation (NBI), Melvin Matibag, hat die Auffassung zurückgewiesen, dass die Beliebtheit eines Regierungsmitglieds als Schutz vor rechtlicher Verantwortung dienen könne. Diese Äußerung erfolgte am Dienstag im Rahmen des Impeachment-Verfahrens gegen Vizepräsidentin Sara Duterte.
Während der Kreuzvernehmung von Matibag legte der Verteidiger Mark Vinluan einen Social-Media-Beitrag vor, der auf Nachrichtenberichten basierte. Darin wurde angeführt, dass Duterte eine Vertrauensrate von 57 % genieße, während die Zustimmung für Präsident Ferdinand Marcos Jr. bei 34 % liege. Vinluan stellte Matibag die Frage, ob Duterte dennoch einen Vertrauensbruch gegenüber der Öffentlichkeit begangen haben könne, obwohl ihre Umfragewerte höher ausfielen als die des Präsidenten.
Matibag entgegnete, dass Umfrageergebnisse lediglich eine Momentaufnahme der öffentlichen Meinung darstellten. Diese stünden nicht zwangsläufig für die Wahrheit oder die rechtliche Bewertung von Handlungen. Er argumentierte weiter, dass Popularität keine Grundlage für die Entscheidung sein dürfe, ob eine Person für mutmaßliches Fehlverhalten zur Rechenschaft gezogen wird. Er warf die rhetorische Frage auf, ob eine bekannte und populäre Person Verbrechen begehen könne, ohne dafür belangt zu werden, wenn man allein die Popularität als Maßstab anlege.
Gegen Sara Duterte wird der Vorwurf des Vertrauensbruchs erhoben, da sie Gewalt angewendet und damit gedroht haben soll, Präsident Marcos zu töten. Zudem sieht sie sich einem separaten Amtsenthebungsverfahren wegen mutmaßlich ungeklärter Vermögenswerte gegenüber. Matibag fungiert als letzter Zeuge der Anklage im Verfahren bezüglich der mutmaßlichen Drohungen gegen den Präsidenten.
Quellen
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