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NBI-Chef beschuldigt Vizepräsidentin Sara Duterte eines Mordkomplotts gegen Präsident Marcos

Der Direktor des Nationalen Büros für Ermittlungen (NBI), Melvin Matibag, hat im Rahmen eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Vizepräsidentin Sara Duterte schwerwiegende Vorwürfe erhoben. Laut seiner Aussage vor dem Impeachment-Gericht habe Duterte Personen beeinflusst, Drohungen gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr. auszusprechen.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – Portrait
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Matibag erklärte am Dienstag, dass die Ermittlungen des NBI darauf hindeuten, dass die Vizepräsidentin eine Person beauftragt haben soll, den Präsidenten sowie die First Lady Liza Araneta-Marcos und den damaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, zu töten, falls sie selbst getötet würde. Der NBI-Chef bezeichnete diese Äußerungen nicht mehr als bloße Drohung, sondern als ein Geständnis ihres Plans, den Präsidenten zu ermorden, da sie selbst eingeräumt habe, mit jemandem gesprochen zu haben, der sich bereit erklärt habe, die Tat auszuführen.

Zur Unterstützung der Vorwürfe hat das NBI eine spezielle Taskforce eingerichtet, um die Identität der beteiligten Personen zu ermitteln. Matibag bestätigte, dass bereits konkrete Ermittlungsansätze vorliegen und Personen von Interesse identifiziert wurden. Diese Personen könnten entweder direkt mit der Vizepräsidentin kommuniziert haben oder Informationen über die Person liefern, mit der Duterte gesprochen haben soll. Die Namen der Verdächtigen gab der Direktor jedoch nicht bekannt, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden, die Privatsphäre der Beteiligten zu schützen und rechtliche Bestimmungen zum Umgang mit vertraulichen Informationen einzuhalten.

Die Aussage des NBI-Chefs erfolgte im Rahmen der Beweisaufnahme gegen die Vizepräsidentin. Während der Verteidigung, vertreten durch Mark Vinluan, beantragte, die Bezeichnung der Äußerungen als „Geständnis“ aus dem Protokoll zu streichen, da es sich hierbei um eine rechtliche Schlussfolgerung handele. Der Vorsitzende des Impeachment-Gerichts, Francis „Chiz“ Escudero, entschied jedoch, dass die Aussage als Teil der Schilderung im Protokoll verbleiben darf, die Richter die rechtliche Bewertung jedoch nicht als verbindliche Rechtsfindung werten sollten.

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