Wirtschaft: Landesweit

Namenswechsel bei PrimeWater: Lucio Co verspricht 6,7 Milliarden Pesos für Infrastruktur

Ein Neuanfang soll mit der Umbenennung von PrimeWater Infrastructure Corp. in Hiraya Water Corp. am 10. Juni 2026 einhergehen. Das Unternehmen, das nun unter der Leitung von Lucio Co. steht, wurde von Crystal Bridges Holding Corp. übernommen, nachdem es zuvor im Besitz der Villar-Familie war. Im Zuge dieser Übernahme kündigte das neue Mutterunternehmen Investitionen in Höhe von 6,7 Milliarden Pesos für die Sanierung und den Ausbau des bestehenden Netzwerks an.

Construction Workers on Site with ScaffoldingGarakta-Studio
Symbolbild: Envato

Die geplanten Mittel sollen in verschiedene Infrastrukturprojekte fließen, darunter Wasserquellen, Aufbereitungsanlagen, Pumpstationen, Reservoirs, Rohrleitungen und weitere Einrichtungen. Kritiker hinterfragen jedoch, ob die angekündigte Summe ausreichend ist, um die notwendigen Verbesserungen zu bewirken. PrimeWater, oder besser gesagt Hiraya Water, unterhält Joint Ventures mit etwa 76 lokalen Wasserbezirken, was Millionen von Verbrauchern betrifft. Pro Bezirk würde das angekündigte Budget im Durchschnitt lediglich etwa 88 Millionen Pesos betragen.

Diese Summe wirft Fragen auf, ob sie für umfassende Sanierungen und Ausbauten tatsächlich ausreicht. Schätzungen zufolge kostet allein eine dreikilometer lange Übertragungsleitung rund 200 Millionen Pesos, was bereits den rechnerischen Durchschnitt pro Bezirk übersteigt. Zudem bleiben die Kosten für neue Wasserquellen, Filtrationssysteme, Notstromversorgung oder Abwasserbehandlungsanlagen unberücksichtigt.

Die finanzielle Vergangenheit des Unternehmens wirft ebenfalls Schatten auf die Zukunftsaussichten. Senator Raffy Tulfo stellte im Rahmen einer Untersuchung durch den Senat fest, dass die Kredite von PrimeWater von etwa 270 Millionen Pesos im Jahr 2014 auf fast 24 Milliarden Pesos im Jahr 2024 angestiegen sind. Es bleibt unklar, wie diese massiven Kreditbeträge verwendet wurden, während die Servicequalität weiterhin bemängelt wurde. Dieser Zustand hat zu weitreichenden Unzufriedenheiten bei den Kunden geführt.

Die Probleme des Versorgers sind landesweit spürbar. Untersuchungen des Büros von Senator Tulfo ergaben, dass 61 von 70 befragten Wasserbezirken mit dem Unternehmen unzufrieden waren; einige hatten bereits Kündigungen ausgesprochen. Ein Beispiel für die Schwierigkeiten ist San Jose del Monte in Bulacan, wo für den Zeitraum ab 2018 Investitionen in Höhe von 6,8 Milliarden Pesos zugesagt, tatsächlich jedoch nur etwa 748 Millionen Pesos investiert wurden. In der Folge litten rund 47.611 Haushalte mit etwa 250.000 Einwohnern unter unzuverlässiger Wasserversorgung.