Wirtschaft

Möglicher Niedergang der Möbelindustrie in Caloocan: Handwerker kämpfen um Existenz

In der Stadt Caloocan, insbesondere entlang der A. Mabini Street in Maypajo, steht das traditionsreiche Möbelhandwerk vor großen Herausforderungen. Obwohl die Branche bereits vor der offiziellen Stadterhebung im Jahr 1962 florierte, kämpfen die lokalen Betriebe heute mit sinkenden Umsätzen und einem schwierigen Marktumfeld.

Volunteer collecting plastic trash in the forest. The concept of environmental conservation. Globalnateemee
Symbolbild: Envato

Zwei Hauptfaktoren werden für die Krise verantwortlich gemacht: Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie der zunehmende Wettbewerb durch den Online-Handel. Ferdinand Dado, Sekretär des Barangay 21, erklärte, dass die Geschäfte während der Pandemie aufgrund der Ausgangsbeschränkungen zeitweise schließen mussten. Zudem habe der Aufstieg von Online-Plattformen die traditionellen Ladenlokale unter Druck gesetzt.

Die Betroffenen zeigen unterschiedliche Strategien, um zu überleben. Während der 58-jährige Händler „Manong Jun“, der das Geschäft von seiner Mutter übernahm, auf die langjährige Kundentreue und die Qualität der Produkte setzt, passt sich der Schreiner Edward Marukot dem digitalen Wandel an. Marukot verkauft seine Möbel über Online-Plattformen und plant, auch soziale Medien wie TikTok zu nutzen, um seine Reichweite zu vergrößern. Seine Produkte werden über die Region Metro Manila hinaus bis nach Mindoro, Cebu, Bohol, Zamboanga und sogar nach Tawi-Tawi geliefert.

Trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten bleibt ein gewisser Stolz auf das lokale Handwerk bestehen. Marukot hebt insbesondere die „King Louis“-Sitzgruppen hervor, die er als Markenzeichen der Stadt („Tatak Caloocan“) betrachtet. Er wünscht sich eine stärkere Förderung dieser Produkte.

Die soziale Komponente der Krise zeigt sich vor allem in der Generationenfolge. Viele Handwerker sind skeptisch, ob sie ihr Gewerbe an ihre Kinder weitergeben können. Manong Jun möchte seinen Kindern eine stabilere berufliche Zukunft ermöglichen, während Marukot zwar sein Wissen weitergibt, aber aufgrund der schwierigen Lebensumstände keinen Zwang ausübt. Dante Acain, der seit 30 Jahren in der Branche tätig ist und etwa 700 Pesos pro Tag verdient, merkte an, dass er bisher keine staatliche Unterstützung für die Industrie erfahren hat.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.