Missverständnisse über Abkommen am Ayungin Shoal erschweren Spannungen im Südchinesischen Meer
EditKurzmeldung
Im Südchinesischen Meer hat sich am Ayungin Shoal eine Situation entwickelt, die die Spannungen zwischen Manila und Peking verschärft. Ein vermeintliches vorläufiges Abkommen zwischen den beiden Regierungen zur Vermeidung von Konflikten ist zu einer Quelle für diplomatische Missverständnisse geworden.
Zuvor waren die Versorgungsmissionen der philippinischen Marine zum BRP Sierra Madre am Ayungin Shoal über einen Zeitraum von zwei Jahren ohne Zwischenfälle verlaufen. Doch im vergangenen Juli kam es zu einer gewaltsamen Begegnung, als die chinesische Küstenwache Patrouillen durchführte und das verrostende Schiff anging, das als philippinischer Außenposten innerhalb der exklusiven Wirtschaftszone der Philippinen dient.
Laut der Analyse der Rappler-Redakteurin Marites Vitug führt die unklare Ausgestaltung dieses Verständnisses zu Spannungen zwischen den beiden Regierungen. Um derartige Eskalationen künftig zu verhindern, diskutierten Diplomaten beider Seiten über ein sogenanntes vorläufiges Verständnis, dessen genaue Bedingungen jedoch keine Seite vollständig offengelegt hat, was zu unterschiedlichen Interpretationen der Abmachung führte.



