Herausforderungen für philippinische Fachkräfte in Japan
EditTrotz des hohen Bedarfs an Fachpersonal im Gesundheitswesen in Japan stehen philippinische Arbeitskräfte vor wachsenden Schwierigkeiten, ihre langfristige Zukunft im Land zu planen. Ein schwacher Yen, steigende Lebenshaltungskosten und die Ungewissheit über die geltenden Einwanderungsregeln erschweren den dauerhaften Verbleib ausländischer Beschäftigter.
Der Bedarf an Pflegepersonal in Japan ist massiv. Schätzungen des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales zufolge wird das Land bis zum Geschäftsjahr 2040 etwa 2,72 Millionen Pflegekräfte benötigen. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 570.000 Kräften gegenüber dem Stand von 2022. Ein Think Tank warnt zudem davor, dass Japan bis zu diesem Zeitpunkt eine Lücke von fast einer Million ausländischen Arbeitskräften aufweisen könnte, falls die aktuellen Zuwanderungszahlen unverändert bleiben.
Ein Beispiel für die Situation ist Job Galutan Andawey, eine examinierte Pflegekraft aus den Philippinen, die derzeit in der Präfektur Kanagawa als Pflegehelfer arbeitet. Er kam über das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen Japan und den Philippinen ins Land, das auch Sprachkurse und Programme zur beruflichen Vermittlung umfasst. Andawey, der bereits seit sechs Jahren in Japan lebt, gab an, sich schon seit seiner Kindheit von der japanischen Kultur beeinflusst zu fühlen und von einer Tätigkeit dort geträumt zu haben.
Die Attraktivität japanischer Stellenangebote zeigt sich auch in offiziellen Ausschreibungen. So bot die japanische Botschaft auf den Philippinen im April Stellen für 50 Pflegekräfte und 300 Pflegehelfer an. Das Programm sah eine Einsatzdauer von drei bis vier Jahren vor und beinhaltete kostenlose Japanischkurse sowie eine tägliche Aufwandsentschädigung während der Ausbildung.




