MGEN Thermal setzt auf proaktives Anlagenmanagement zur Sicherung der Stromversorgung
EditDas Energieunternehmen MGEN Thermal stellt seine Strategie im Anlagenmanagement um. Ziel dieser Neuausrichtung ist es, die Leistung der Kraftwerke berechenbarer zu machen. Anstatt lediglich auf technische Defekte und Geräteausfälle zu reagieren, setzt das Unternehmen künftig darauf, potenzielle Probleme zu identifizieren und zu beseitigen, bevor sie zu Stromausfällen führen.
Arnel Santos, Präsident und CEO von MGEN Thermal, erläuterte diese Strategie während der APM LEAD Conference 2026 in Makati. Er betonte, dass Zuverlässigkeit nicht nur bedeute, defekte Teile zu reparieren. Vielmehr gehe es darum, drohende Ausfälle zu verhindern, bevor sie die Leistung beeinträchtigen oder die Sicherheit gefährden.
Santos wies darauf hin, dass selbst fortschrittliche digitale Werkzeuge und Analysen eine mangelnde Disziplin bei der Umsetzung von Prozessen nicht ausgleichen könnten. Das Unternehmen hat die bisherige Trennung von Zielen wie Zuverlässigkeit, Effizienz, Sicherheit und kommerzieller Leistung aufgehoben. Stattdessen werden diese Aspekte nun als ein integriertes System betrachtet.
Laut Santos könne eine zu einseitige Fokussierung auf einzelne Ziele die Gesamtleistung schwächen. So könne beispielsweise das Aufschieben von Wartungsarbeiten zwar kurzfristig Kosten senken, führe jedoch langfristig zu ungeplanten Ausfällen, geringerer Verfügbarkeit der Anlagen und höheren Sicherheitsrisiken. Im Rahmen der neuen Strategie arbeitet MGEN Thermal daran, latente Bedrohungen, übersehene Warnsignale und ungelöste Mängel frühzeitig zu erkennen.
Das Unternehmen strebt dabei ein Verhältnis von geplanten Arbeiten von etwa 80 % sowie eine Einhaltung der Zeitpläne von mindestens 90 % an. Zudem wurden die Prozesse für Wartungsintervalle und die Planung von Stillstandszeiten verschärft, um Kosten zu kontrollieren und die Qualität der Arbeiten nach Wartungszyklen zu sichern.



