Wirtschaft: Metro Manila

Metro Manila öffnet wieder für neue Wirtschaftszonen

Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat eine Verordnung unterzeichnet, die die Akkreditierung neuer Wirtschaftszonen in Metro Manila wieder ermöglicht. Damit hebt er eine Richtlinie aus der Ära von Präsident Rodrigo Duterte auf, die die Einrichtung neuer Zonen in der Hauptstadt untersagt hatte.

Aerial view of Manila city
Symbolbild: Envato

Durch diese Entscheidung kann die Philippine Economic Zone Authority (PEZA) nun wieder Anträge für neue IT-Parks und Technologiezentren in der NCR entgegennehmen, prüfen und bearbeiten. Die ursprüngliche Regelung aus dem Jahr 2019 sollte Investitionen gezielt in die Provinzen lenken.

Handelsministerin Cristina Roque begrüßte die Reform und erklärte, dass damit auf die Forderungen von Investoren reagiert werde. Die Maßnahme schaffe Expansionsmöglichkeiten in der Hauptstadt und stärke die Position der Philippinen als globaler Standort für digitale Dienstleistungen. Dies sei besonders wichtig für den IT-BPM-Sektor (Information Technology and Business Process Management), der durch die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz vor Herausforderungen steht. Die Umsatzziele der Branche wurden zuletzt von ursprünglich 59 Milliarden US-Dollar auf einen Bereich zwischen 43,3 und 50,5 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2028 nach unten korrigiert.

Die Ansiedlung in PEZA-akkreditierten Gebäuden bietet Unternehmen steuerliche Vorteile, wie etwa eine Steuerbefreiung für vier bis sechs Jahre. Laut dem Immobilienberatungsunternehmen Colliers Research bleibt Metro Manila das wichtigste Tor für expandierende IT-Unternehmen. Im ersten Quartal entfielen 70 Prozent der Transaktionen im IT-BPM-Bürosektor auf die Hauptstadt, während 30 Prozent in Provinzen wie Cebu und Iloilo stattfanden. Colliers bezeichnete das bisherige Moratorium als unpräzises Instrument, das die tatsächliche Standortwahl der Investoren nicht effektiv steuerte.

PEZA-Generaldirektor Tereso Panga erwartet durch die Aufhebung des Moratoriums eine Wiederbelebung von Projektanträgen. Zu den potenziellen neuen Entwicklungen gehören unter anderem Projekte in Arca South (Taguig), Bridgetowne (Ortigas) sowie ein Innovationszentrum in Makati.