Wirtschaft: Metro Manila

Meralco warnt vor Folgen einer Reform der Strompreisgestaltung

Das Energieversorgungsunternehmen Manila Electric Company (Meralco) hat die Gesetzgeber dazu aufgerufen, die betrieblichen und finanziellen Auswirkungen einer geplanten Reform der Strompreisgestaltung sorgfältig abzuwägen. Hintergrund ist der Vorschlag von Präsident Ferdinand Marcos Jr., die Kosten für Systemverluste von den Stromrechnungen der Verbraucher zu streichen.

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Symbolbild: Envato

Meralco betonte in einer Stellungnahme am Dienstag, 28. Juli, dass ein gewisses Maß an technischen Verlusten bei der Stromverteilung unvermeidlich sei. Ronnie Aperocho, Executive Vice President und Chief Operating Officer von Meralco, erklärte, dass diese Verluste ein inhärenter Bestandteil des Betriebs eines Stromverteilungssystems seien. Systemverluste beschreiben die Differenz zwischen der Menge an Elektrizität, die in ein Verteilernetz fließt, und der Menge, die letztlich bei den Kunden ankommt und abgerechnet wird.

Diese Verluste unterteilen sich in technische Verluste, die beim Transport durch Leitungen und Transformatoren entstehen, sowie nicht-technische Verluste, die etwa durch Stromdiebstahl, illegale Anschlüsse oder Probleme bei der Messung verursacht werden. Bei einer durchschnittlichen Meralco-Rechnung machen die Systemverlustgebühren etwa 5 Prozent aus.

Präsident Marcos fordert eine sofortige Änderung des Electric Power Industry Reform Act (EPIRA), dem seit 25 Jahren geltenden Gesetz zur Regulierung der Stromindustrie. Ziel ist es, die Weitergabe der Systemverlustkosten sowie der dazugehörigen Mehrwertsteuer an die Endverbraucher zu untersagen, da Kunden nicht für Strom bezahlen sollten, der sie nicht erreicht.

Meralco wies darauf hin, dass die Systemverluste kein Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens seien, sondern ein branchenüblicher Aspekt der Stromversorgung. Zum Ende des ersten Quartals 2026 lag die Verlustrate von Meralco bei 5,72 Prozent. Damit blieb das Unternehmen deutlich unter der von der Energieregulierungskommission (Energy Regulatory Commission, ERC) festgelegten Obergrenze von 6,5 Prozent. Das Unternehmen führt diesen Wert auf Investitionen in die Modernisierung des Netzwerks und neue Technologien zurück.

Das Unternehmen mahnte an, dass Reformen des EPIRA die Verbraucher schützen sollten, ohne die Fähigkeit der Verteilungsunternehmen und Elektrizitätsgenossenschaften zu schwächen, in die Netzstabilität und Infrastruktur zu investieren.

Quellen: Rappler / Autor & Redaktion: (Cebu City seit 2014) · anhand dieser Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.