Gesellschaft: Landesweit

Medizinische Hilfsaktion versorgt fast 2.000 Menschen in Talaingod

Das Gesundheitsministerium der Region Davao (DOH-Davao) hat eine mehrtägige Hilfsaktion in der Gemeinde Talaingod durchgeführt, um die medizinische Versorgung der indigenen Bevölkerung in entlegenen Siedlungen sicherzustellen. Im Rahmen der sogenannten Community Outreach and Immersion Activity (COIA) erhielten insgesamt 1.947 Bewohner der Barangays Dagohoy und Palma Gil Zugang zu verschiedenen medizinischen Dienstleistungen.

Volunteer collecting plastic trash in the forest. The concept of environmental conservation. Globalnateemee
Symbolbild: Envato

Die medizinische Hilfe deckte ein breites Spektrum an Fachbereichen ab. In der Pädiatrie wurden 396 Kinder versorgt, während die Innere Medizin 305 Patienten behandelte. Die Allgemeinmedizin leistete Hilfe für 242 Personen. Weitere spezialisierte Behandlungen umfassten die Gynäkologie mit 112 Patientinnen, die Augenheilkunde mit 100 Fällen, die Dermatologie mit 74 Behandlungen sowie die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde für 89 Personen.

Zusätzlich zu den ärztlichen Konsultationen wurden umfangreiche diagnostische und chirurgische Leistungen erbracht. Es wurden 379 Röntgenuntersuchungen, 120 Blutbilduntersuchungen (CBC) und 63 Sputum-Untersuchungen durchgeführt. Zudem fanden 110 chirurgische Eingriffe sowie 212 zahnmedizinische Behandlungen statt.

Die Aktion wurde durch eine Kooperation verschiedener Institutionen unter der Leitung des Regional Inter-Agency Committee for Indigenous Peoples Health (RIA-CIPH-Davao) ermöglicht. Die staatliche Krankenversicherung PhilHealth-Davao verzeichnete dabei 4.000 Transaktionen, wozu unter anderem die Aktualisierung von Mitgliedschaften, die Ausstellung von PhilHealth-Ausweisen sowie erste Patientenkontakte gehörten. Das MSWDO erbrachte 204 Dienste, während das Arbeitsministerium für Migranten (DMW) 37 Leistungen anbot.

Auch andere Behörden trugen zur Unterstützung der Gemeinschaft bei. Das Büro für Seniorenangelegenheiten versorgte 349 ältere Menschen, und AFP boten 178 Bewohnern kostenlose Haarschnitte an. Die Zusammenarbeit umfasste zudem zahlreiche weitere Akteure wie das Southern Philippines Medical Center (SPMC), das Davao Regional Medical Center (DRMC), die National Commission on Indigenous Peoples (NCIP-Davao) sowie die PNP des Provinzbüros Davao del Norte.

An der Initiative beteiligten sich ferner die Presidential Commission for the Urban Poor (PCUP) Mindanao, die National Commission of Senior Citizens (NCSC)-Davao, das Philippine Institute of Traditional and Alternative Health Care (PITAHC) Davao, die Department of Social Welfare and Development (DSWD)-Davao sowie die Davao Medical School Foundation (DMSF-IPHC). Auch die Friedensorganisation Kalinaw-SEMR, die aus ehemaligen Rebellen besteht, war präsent. Die Aktion dient dazu, die Distanz zu abgelegenen Gemeinschaften gemäß dem Mandat der universellen Gesundheitsversorgung zu überbrücken und folgt der Regierungsstrategie von Präsident Ferdinand Marcos Jr., die Gesundheitsdienste verstärkt in ländliche Regionen zu bringen.

Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen verdeutlichte der 65-jährige Datu Iking Taid, der zwei Stunden zu Fuß aus seiner Heimat in Kilometer 31, Barangay Dagohoy, wanderte, um die kostenlosen Dienste in Anspruch zu nehmen. Er drückte seine Dankbarkeit darüber aus, dass die Dienste direkt zu seinem Volk gebracht wurden, wodurch lange Reisen vermieden werden konnten.