Wetter: Pampanga

Massive Überschwemmungen in Pampanga: Über 850.000 Menschen betroffen

Schwere Überschwemmungen haben in der philippinischen Provinz Pampanga über 850.000 Menschen betroffen. Die tropischen Tiefdruckgebiete „Luis“ und „Maymay“ in Kombination mit einem verstärkten Südwestmonsun haben die Wassermassen ausgelöst. Insgesamt 859.069 Personen, was etwa 269.585 Familien entspricht, sind von den Überschwemmungen betroffen, wie das Katastrophenschutzbüro der Provinz (PDRRMC) mitteilt.

Closeup Philippines volcano top erupt clouds of haze aerial. Green grass mountain with hiking path
Symbolbild: Envato

Die Überschwemmungen haben 372 Barangays in 18 Gebieten der Provinz erreicht. Besonders kritisch ist die Lage in San Agustin, Candaba, wo der Wasserstand zwischen acht und 14 Fuß (ca. 2,4 bis 4,2 Meter) erreichte. In Teilen von Guagua und Bacolor wurden Wasserstände von bis zu sechs Fuß gemeldet.

Die Auswirkungen der Überschwemmungen sind vielfältig. Insgesamt sind 297 Barangays in 17 lokalen Verwaltungseinheiten überflutet. Aktuell befinden sich 7.727 Personen aus 2.129 Familien in 125 Evakuierungszentren, während 411 Menschen aus 118 Familien außerhalb dieser Zentren untergebracht sind. Die wirtschaftlichen Schäden sind erheblich, insbesondere in der Landwirtschaft und Fischerei.

Das Büro des Provinzlandwirts schätzt die Verluste in der Landwirtschaft und Fischerei auf rund 505,36 Millionen Pesos, wovon 3.787 Landwirte und Fischer betroffen sind. Im Infrastrukturbereich kam es in Minalin zu einem Einsturz eines 100 Meter langen Betonschutzwalls, dessen Schaden auf 200 Millionen Pesos geschätzt wird. Zudem sind mehrere Straßen in Masantol und San Simon für leichte Fahrzeuge unpassierbar. Laut der Wetterbehörde PAGASA bleibt die Lage angespannt, da Bewölkter Himmel, vereinzelte Regenfälle und Gewitter mit mäßigen bis zeitweise starken Niederschlägen anhalten, was das Risiko für weitere Überschwemmungen und Erdrutsche erhöht.