Wirtschaft: Metro Manila

Massive Investitionen in Schienenverkehr sollen Verkehrskollaps in Manila lösen

In der Metropolregion Manila kämpfen Millionen von Menschen täglich mit einem chronischen Verkehrskollaps. Pendler sind auf ein unorganisiertes Zusammenspiel von Jeepneys, Zügen und Bussen angewiesen, wobei eine Strecke von lediglich 14 Kilometern oft eine zweistündige Fahrtzeit beansprucht. Für viele Betroffene gehört dieser mühsame Alltag, der oft aus dem Warten auf überfüllte Fahrzeuge und dem Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln besteht, zur Normalität.

Road Construction Crew Working on Project Outdoorswirestock
Symbolbild: Envato

Die philippinische Regierung reagiert nun auf diese Situation mit einem umfassenden Investitionsprogramm für den Transportsektor. Mit einem Budget von 4,8 Milliarden US-Dollar soll das größte Vorhaben dieser Art seit Jahren realisiert werden, wobei der Fokus massiv auf dem Ausbau des Schienenverkehrs liegt.

Trotz des hohen Finanzvolumens äußern Verkehrsplaner und Experten Bedenken hinsichtlich der langfristigen Wirksamkeit. Analysten warnen davor, dass die Milliardeninvestitionen den Verkehrsstau in Manila nicht allein beenden können. Eine entscheidende Voraussetzung sei die gleichzeitige Verbesserung der bestehenden Bus- und Jeepney-Dienste.

Die größte Herausforderung für die Behörden bestehe darin, die aktuelle Infrastruktur und die herkömmlichen öffentlichen Verkehrsmittel nicht zu vernachlässigen. Da die kostspieligen neuen Schienenprojekte erst in einigen Jahren fertiggestellt werden können, müsse sichergestellt werden, dass das bestehende System während der Bauphase weiterhin funktioniert.