Gesellschaft: Iloilo

Großangelegte Notfallübung in Iloilo testet Katastrophenschutz in Western Visayas

In Barangay Pakiad in Oton, Iloilo, wurde am 9. September eine umfassende Simulation durchgeführt, um die Reaktionsfähigkeit der Region Western Visayas auf Massenunfälle und chemische Gefahrenlagen zu prüfen. Die Übung unter dem Namen „PROJECT MedX: Western Visayas Emergency Medical Simulation Exercise (SimEx)“ simulierte zwei spezifische Szenarien: eine chemische Gefahrenlage sowie einen schweren Verkehrsunfall mit einer Vielzahl von Verletzten.

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Quelle: PIA

Fast 300 Einsatzkräfte, darunter Rettungskräfte, Fachpersonal aus dem Gesundheitswesen, Mitarbeiter des Katastrophenschutzes sowie Freiwillige, nahmen an der Übung teil. Insgesamt waren mehr als 30 Organisationen aus den Bereichen Regierung, Katastrophenhilfe, Gesundheitswesen, Wissenschaft, dem Privatsektor und verschiedenen Freiwilligengruppen beteiligt. Als simulierte Opfer dienten 40 Mitglieder der Gemeinschaft, darunter Jugendfreiwillige und Gesundheitshelfer der Barangays, die eine schnelle medizinische Beurteilung, Behandlung und einen Transport benötigten.

Die Einsatzkräfte trainierten dabei verschiedene Abläufe, wie die Sicherung des Einsatzortes, die Suche und Rettung von Personen, das Management chemischer Risiken, die Triage sowie die medizinische Notfallversorgung und den Patiententransport. Im Bereich der Gefahrstoffe mussten die Teams chemische Risiken identifizieren, Sicherheitsbereiche abstecken und kontaminierte Patienten versorgen, während gleichzeitig der Schutz der Einsatzkräfte und der angrenzenden Gemeinden sichergestellt werden musste. Ziel der Simulation war es, die Koordination zwischen den Einsatzkräften und den Gesundheitseinrichtungen bei komplexen Notfällen zu testen und etwaige Lücken in der Abstimmung zu identifizieren, bevor ein tatsächlicher Vorfall eintritt.

Geleitet wurde das Projekt von der Asia-Pacific Alliance for Disaster Management (A-PAD) Philippines. Partner der Übung waren das Iloilo Provincial Disaster Risk Reduction and Management Office (PDRRMO), die Stadtverwaltung von Oton, das University of the Philippines Resilience Institute sowie das UP Manila Disaster Risk Reduction and Management in Health (DRRM-H). Athea Peñaloza, die Exekutivdirektorin von A-PAD Philippines, betonte, dass die Übung darauf abziele, die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Organisationen zu stärken. Es gehe nicht darum, Perfektion vorzutäuschen, sondern zu lernen, wie man sich in Notfällen gegenseitig ergänzen kann.

Der Leiter des Iloilo PDRRMO, der pensionierte Polizeikolonel Cornelio Salinas, bezeichnete die Simulation als notwendige Maßnahme. Er wies darauf hin, dass die Übung die Beziehungen zwischen den Einsatzkräften, den kommunalen Katastrophenschutzämtern und den Krankenhäusern verdeutliche und die Einhaltung von Protokollen sowie die Einsatzbereitschaft der Kliniken bei Massenunfällen überprüfe. Salinas äußerte zudem die Hoffnung, dass ähnliche Übungen auch in anderen Gebieten durchgeführt werden könnten.

Die Relevanz solcher koordinierter Maßnahmen ist auch vor dem Hintergrund der veränderten regionalen Struktur von Western Visayas zu sehen. Nach der Überführung von Negros Occidental in die Negros Island Region im Jahr 2024 umfasst die Region nun die fünf Provinzen Aklan, Antique, Capiz, Guimaras und Iloilo. Diese Neugliederung hat Auswirkungen auf die Katastrophenhilfe und die Überweisungswege zwischen den Krankenhäusern in der Region.