Sicherheit: Metro Manila

Martin Romualdez zur medizinischen Untersuchung in das PGH verlegt

Der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, wurde am Samstagmorgen auf Anordnung des Antikorruptionsgerichts Sandiganbayan in das Philippine General Hospital (PGH) in Manila verlegt. Zuvor war der Abgeordnete des 1. Distrikts von Leyte im Cardinal Santos Medical Center in San Juan City untergebracht gewesen, wo er seit seiner Festnahme am vergangenen Montag verblieb.

PNP ASG Philippine National Police Aviation Security Group logo
Quelle: Google

Die Verlegung erfolgt im Rahmen einer Anordnung der dritten Abteilung des Sandiganbayan, um eine unabhängige medizinische Untersuchung durchzuführen. Das Gericht beabsichtigt damit, die Befunde der Ärzte aus dem Cardinal Santos Medical Center zu überprüfen und objektiv zu bewerten, ob Romualdez weiterhin eine stationäre Behandlung benötigt. Auf Basis dieser Einschätzung wird entschieden, ob er im Krankenhaus verbleiben darf oder in das Gefängnis in Quezon City überstellt wird.

Die Verteidigung von Romualdez hatte beantragt, dass er unter gerichtlicher Aufsicht im Cardinal Santos Medical Center bleiben könne, bis er medizinisch für einen Transfer in eine Haftanstalt freigegeben sei. Die Ärzte führten verschiedene gesundheitliche Probleme an, darunter schwankenden Blutdruck, ein Schlaganfallrisiko sowie Anzeichen von Depressionen und Angstzuständen. Zudem wurden chronische Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes und eine primäre Hypothyreose als Gründe genannt. Während einer Anhörung am Freitag äußerte sich der Koordinator des Cardinal Santos Medical Center, Dr. Rosalio Torres, besorgt über die Risiken eines Transfers. Der Kardiologe Dr. Rody Sy schätzte zudem, dass eine Verlegung erst in etwa vier bis sechs Wochen möglich sein könnte.

Gegen 8:30 Uhr erreichte der Konvoi Romualdez das PGH. Bei der Ankunft waren Beamte der Bureau of Jail Management and Penology (BJMP) sowie der PNP vor Ort; zudem hielt das Mobile Force Battalion des Manila Police District Bereitschaft. Die Ärzte des PGH müssen ihre medizinische Einschätzung bis zum 13. September vorlegen. Der PGH-Direktor Dr. Gerardo D. Legaspi oder ein bevollmächtigter Vertreter soll das Ergebnis dem Gericht am darauffolgenden Tag übermitteln. Eine weitere Anhörung zur Frage der stationären Unterbringung ist für den 14. September angesetzt.

Gegenstand der Ermittlungen ist eine Plünderungsklage im Zusammenhang mit mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten bei Hochwasserschutzprojekten. Romualdez und seine Mitangeklagten sollen illegale Provisionen und finanzielle Vorteile in Höhe von mindestens 7,44 Milliarden Pesos erhalten haben. Zu den Mitangeklagten gehören der ehemalige Vorsitzende des Haushaltsausschusses Zaldy Co, die persönliche Assistentin Joselyn Tragua Serenio sowie Felicito Cristobal Guevarra, der Präsident der Samchan Foreign Exchange Corporation.